Hanfparade in Berlin

Tausende demonstrieren für Legalisierung von Cannabis

Tausende Menschen haben sich am Sonnabend am Berliner Hauptbahnhof zur Hanfparade getroffen. Sie fordern die Legalisierung der Droge.

Tausende Menschen haben sich am Sonnabend am Berliner Hauptbahnhof zur Hanfparade getroffen. Sie wollten nach Angaben der Veranstalter zum Brandenburger Tor ziehen, um die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel zu fordern.

Der Protestzug sei am Sonnabend mit rund 8000 Menschen gestartet, sagte ein Polizeisprecher. Zwischenstopps waren am Bundesgesundheitsministerium und am Berliner Dom geplant.

Die inzwischen 19. Parade wird von den Grünen im Bundestag unterstützt. Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg und Grünen-Politikerin Monika Herrmann wollte bei der Abschlusskundgebung reden. Das Kulturprogramm zum Abschluss am Brandenburger Tor sollte noch bis in die Nacht hinein andauern.

Die schlimmste Nebenwirkung des Freizeitkonsums von Haschisch und Marihuana sei die Strafverfolgung, hieß es im Aufruf zur Hanfparade. Die Demonstration findet seit 1997 jedes Jahr im August in Berlin statt.

Die CDU erteilte unterdessen Überlegungen zu einer Legalisierung von Cannabis eine Absage. „Wir bleiben beim Nein“, sagte der stellvertretende CDU-Parteivorsitzende Thomas Strobl dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“. Strobl reagierte damit auf die Ankündigung der Berliner SPD, ihre Mitglieder im Oktober über ein Programm für die Abgeordnetenhauswahl 2016 abstimmen zu lassen, in dem es unter anderem um die Legalisierung des Besitzes und Verkaufs von Cannabis-Produkten geht.

Er sehe nirgends in der Union eine Mehrheit für die Legalisierung von Cannabis, sagte Strobl: „Das wäre auch ein grundfalsches Signal im Kampf gegen Drogen und würde die Arbeit der Drogenbeauftragten erheblich erschweren“. Cannabis sei und bleibe eine Einstiegsdroge, sagte der CDU-Politiker: „Wir dürfen nicht den Eindruck vermitteln, das ist ja erlaubt, das kann man einfach mal probieren."

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( epd/dpa/mim )