Berlin

Augen auf in Prenzlauer Berg

Werbeaktion für eine saubere Stadt. Nächste Station Wilmersdorf

Mit „#AugenAufBerlin“ hat das Netzwerk „Service in the City“ am Freitag zwischen 1000 und 1500 Passanten erreicht. Die Mitmach-Aktion soll Berliner auf Sauberkeitsprobleme in der Stadt hinweisen und zu mehr bürgerlichem Engagement motivieren. Die Helfer verteilten am Bahnhof Eberswalder Straße mehr als 1000 Postkarten. Dazu gab es eine Gewinnspielaktion: Passanten konnten zur Teilnahme bei den Helfern Holzaugenpaare abholen, sie auf Müll oder unansehnlichen Berliner Orten platzieren, sie abfotografieren und per Hashtag hochladen: Zigarettenkippen, Graffitikritzeleien, Plastiktüten.

„Etwa 100 Passanten konnten wir auch intensiver über die Hintergründe unserer Aktion informieren“, sagte Pressesprecher Christian Tänzler am Freitag. Von den Bürgern sei viel positives Feedback zurückgekommen. „Die meisten fanden das witzig, dass wir mit Augenzwinkern und einer ungewohnt kreativen Aktion auf das Problem hinweisen“, so Tänzler. „Die sind erleichtert, wenn jemand mal nicht mit dem erhobenen Zeigefinger kommt.“ Zum zweiten Mal hatten Helfer von „Service in the City“ Bürger in der Innenstadt auf Berliner Initiativen für Stadtbildpflege aufmerksam gemacht. Das Netzwerk wird unter anderem getragen von der Industrie- und Handelskammer Berlin und dem Handelsverband Berlin-Brandenburg.

Doch Tänzler betont, die Aktion solle nicht nur auf das Sauberkeitsproblem in Berlins Straßen hinweisen. „Wir möchten einerseits zeigen wie viel bürgerliches Engagement es jetzt schon gibt. Andererseits aber auch dazu ermuntern selbst aktiv zu werden“, so Tänzler. In der Vergangenheit hatte es diverse Aktionen für ein sauberes Berlin gegeben. So engagieren sich die Berliner Stadtreinigungsbetriebe immer wieder mit großen Plakatkampagnen, um die Hauptstadt sauberer zu machen. Auch die BSR appellieren dabei an den Bürgersinn.

„#AugenAufBerlin“ läuft noch bis September. Die nächsten Aktionen sind für Wilmersdorf und Kreuzberg geplant. Danach wird auch der Preis verliehen: eine Digitalkamera. Auf der Webseite www.AugenAufBerlin.de finden Bürger inzwischen Informationen zu aktuellen Projekten und können selbst Ideen für ein schöneres Berlin vorschlagen.