Protestaktion

Hundehalter protestieren weiter am Schlachtensee

Gegner des Hundeverbots wollen sich regelmäßig treffen, um gegen die neue Verordnung zu protestieren

Zum zweiten Mal wollen die Gegner des Hundeverbots an Schlachtensee und Krummer Lanke am heutigen Abend demonstrieren. Angemeldet sei ein Aufzug mit 20 Teilnehmern, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Hunde sollen wieder dabei sein. Ziel der Demonstration sei „ein friedliches Miteinander am Schlachtensee mit und ohne Hund“. Die Protestaktion startet um 19 Uhr am S-Bahnhof Schlachtensee. Sie führt zum Ufer und endet um 20 Uhr vor dem Bahnhof. Anmelder sei eine Einzelperson, so die Polizei. Unterstützt wird die Aktion erneut von der Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz und der Bürgerinitiative Berliner Schnauzen. „Die Tatsache, dass die Polizei die Demonstration bereits einmal mit Hunden erlaubt hat, zeigt uns, dass sie keine Rechtsgrundlage hat, die angeleinten Tiere zu vertreiben“, sagt Hendrik Zühlke, Referent für Tierschutz bei der Stiftung.

Mittlerweile sind weniger Hundehalter am Schlachtensee unterwegs, dafür ist der Grunewaldsee überlaufen. In einem Flyer hat Christa Markl-Vieto (Grüne), Umweltstadträtin in Steglitz-Zehlendorf und Initiatorin der neuen Verordnung, die Hundebesitzer aufgefordert, den Grunewaldsee zu nutzen. Der liegt zum Teil auf dem Gebiet von Charlottenburg-Wilmersdorf. Die CDU-Fraktion fordert in einem Antrag, die negativen Auswirkungen des Verbots am Schlachtensee für den Grunewaldsee zu begrenzen.