Leser-Reaktionen

Koalitionsstreit um die Homo-Ehe - „Weltfremder geht’s nicht“

Bei Facebook diskutieren Leser der Berliner Morgenpost über den Koalitionskrach um die Homo-Ehe. Berlin wird sich bei der Abstimmung im Bundesrat enthalten. Dafür gibt es vor allem Kritik.

Foto: DADO RUVIC / REUTERS

Der Streit um die Homo-Ehe hat für einen Krach in der Berliner Koalition gesorgt. Die SPD wollte, dass Berlin im Bundesrat für die Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau stimmt, die CDU war dagegen. Nun lautet der Kompromiss: Berlin wird sich im Bundesrat enthalten.

Das Thema wird auch von den Lesern der Berliner Morgenpost bei Facebook diskutiert.

Martin Mewes kritisiert CDU-Landeschef Frank Henkel und den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD): „Beide Personen sind bei der nächsten Landtagswahl in Berlin nicht wählbar und nicht tragbar. Die Berliner CDU muss sich ohne Frank Henkel neu positionieren. Und Müller kam nur durch wahltaktische Gründe in Amt und Würden. (damaliger Rücktritt von Wowereit)“

Barnabas Von Kasper schreibt: „Gerade Berlin, die Hochburg der Schwulen und Lesben in Deutschland! Peinlich für beide Parteien....weltfremder geht's nicht mehr! Die Quittung gibt's dann im Wahlbüro.“

Ralf Bornemann findet: „Eine Ehe besteht aus Mann und Frau. So ist es im Grundgesetz verankert und auch biblisch von Gott gewollt. Ungleiches kann niemals das gleiche Recht bekommen.“

Martin Rehntier schreibt: „Und wo genau grenzt sich die CDU jetzt rechts von der AFD ab? Da kommt mir die AFD fortschrittlicher vor.“

Florian Leiffheidt meint: „Schlichtweg peinlich für die Berliner SPD - hoffentlich danken es ihr die Wähler im nächsten Jahr!“

Andrea Dürner kommentiert: „Wieso zahlen Homosexuelle doppelt Steuern, die Lebenspartnerschaften sind steuerlich voll gleichgestellt. die Haltung Berlins, der ach so weltoffenen stadt, ist total verlogen.“

Thomas Winkler schreibt: „Selbst der alte Fritz (König Friedrich II.) war 1740 fortschrittlicher als der SPD-Müller heute ! Der alte Fritz damals: "ein jeder soll nach seiner Fasson selig werden!"“

Imrö Straubing findet: „Hätte mich wohl auch enthalten, weil ich weder dafür noch dagegen bin. Aber sich zu enthalten, nur weil man seinen Koalitionspartner (CDU) nicht ärgern will, ist schon arm. Stimmen jetzt eigentlich Parteien im Bundesrat ab... oder stimmberechtigte Einzelpersonen, die eigentlich das Volk vertreten?! Wenn es immer nur um "die Partei" geht... reicht ja auch ein Politiker pro Partei, spart Steuergelder.“

Günter Winnig meint: „Wo, zum Teufel noch mal, steht denn geschrieben, dass eine „gesetzliche“ Ehe nur zwischen Mann und Frau erfolgen darf?? Hatten wir solche „Diskussionen“ über die sogenannten „gleichgeschlechtlichen“ Paare nicht schon ganz früher??? Wenn ich mich so „zurückerinnere“: Herr Wowereit und Herr Westerwelle sind doch auch schwul. Wie denken denn die Beiden über dieses Thema??“

Marko Havemann postet: „Nur Regenbogenfanatiker hier. Lasst doch mal Eure so geliebten Berliner abstimmen, ich glaube, Ihr wärt überrascht, was dabei herauskommt.“

Gustav Salzmann schreibt: „Nicht zu fassen ! NEUWAHLEN - Bitte eine Regierung die die Berliner vertritt!“

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