Lufthansa

Piloten streiken erneut - Berlin bleibt verschont

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Die Piloten bei der Lufthansa haben am Sonnabend ihre Streiks fortgesetzt. Bundesweit sollen rund 20.000 Passagiere von Flugstreichungen betroffen. Doch in Berlin starten alle Lufthansa-Maschinen.

Im Gegensatz zum Vortag fallen am Sonnabend keine Flüge am Berliner Flughafen Tegel aufgrund des Pilotenstreiks bei der Lufthansa aus. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) rief am vierten Streiktag in Folge zu Arbeitsniederlegungen auf der Langstrecke und im Frachtbereich auf. Keine Lufthansa-Flüge dieser Art starteten in Berlin, sagte ein Unternehmenssprecher am Sonnabend. Flugreisende aus der Hauptstadt hätten daher nur dann Ausfälle zu befürchten, wenn sie von anderen deutschen Flughäfen aus ins Ausland reisen wollten. Bundesweit sind laut Lufthansa rund 20.000 Passagiere von Flugstreichungen betroffen.

Am Mittwoch und Freitag war es auch in Tegel zu Flugausfällen gekommen. An beiden Tagen streikten die Piloten, die Kurzstrecken fliegen. Am Freitag strich die Lufthansa je 21 Flüge von und nach Tegel. Von normalerweise 30 Flugverbindungen gab es nur neun.

Anlass für die erneuten Streiks ist das Scheitern der Tarifgespräche zwischen Lufthansa und der VC. Der größte Streitpunkt betrifft die Übergangsversorgung bis zur Rente der rund 5400 Piloten, die nach dem Konzerntarifvertrag bezahlt werden. Die Pilotengewerkschaft will mögliche weitere Streiks mit einem Vorlauf von 24 Stunden ankündigen. Für den Sonntag hat sie bislang keine Pläne bekanntgegeben.

( dpa/ap )