Kriminalität

200 Polizisten bei Großrazzia gegen Einbrecher-Ring in Berlin

Polizisten haben zeitgleich 21 Wohnungen und einen Geschäftsraum im Stadtgebiet durchsucht. Zehn Menschen wurden festgenommen. Die Ermittler ordnen den mutmaßlichen Tätern bislang 120 Einbrüche zu.

Die Berliner Polizei hat am Mittwochmorgen eine Großrazzia gegen einen Einbrecher-Ring durchgeführt. Seit 6 Uhr früh waren rund 200 Beamte im Einsatz. Sie durchsuchten 21 Wohnungen und einen Geschäftsraum zeitgleich in mehreren Bezirken. Es handelt sich um Reinickendorf, Spandau, Mitte und Neukölln. Schwerpunkt der Durchsuchungen war der Soldiner Kiez in Gesundbrunnen.

Zehn Haftbefehle lagen vor und sollten vollstreckt werden. Bis etwa 8.15 Uhr gab es bereits sieben Festnahmen, sagte eine Polizeisprecherin der Berliner Morgenpost. Bis zum späteren Vormittag wurden sämtliche Haftbefehle vollstreckt und insgesamt zehn Personen festgenommen. Gegen zwei der Festgenommenen, einen 14- und einen 15-Jährigen, wurden Unterbringungsbeschlüsse erlassen. Die anderen Täter sollen noch heute einem Haftrichter zur Verkündung der Haftbefehle vorgeführt werden, sagte Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft.

Vorgeworfen werden den Verhafteten bandenmäßige Wohnungseinbrüche und ein schwerer Raub. Die mutmaßlichen Täter stehen im Verdacht, insgesamt 120 Einbrüche begangen zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht in 20 Fällen ein dringender Tatverdacht. Zum Diebesgut zählen unter anderem Halsketten, sonstiger Schmuck, Parfum und hochwertige technische Geräte wie Laptops und Smartphones sowie Bargeld. Nach bisherigen Ermittlungsergebnissen soll es sich um zwei voneinander unabhängig vorgehende Gruppen handeln.

( plet/ag/seg )