Deutsche Oper

2000 Gäste bei der 21. Gala der Deutschen Aids-Stiftung

Anfangs war die Operngala für die Aids-Hilfe umstritten. Nun hat die Feier 20 Jahre hinter sich und ist so anerkannt, dass mehr Minister erscheinen als zuletzt beim Bundespresseball.

Foto: Clemens Bilan / Getty Images

Mit einer herzlichen Begrüßung des ehemaligen und des aktuellen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit und Michael Müller, begann die 21. Festliche Operngala zugunsten der Deutschen Aids-Stiftung am Sonnabendabend. In die Deutsche Oper kam Wowereit, der sich abendliche Feiern auch nach seinem Amtsaustritt nicht entgehen lässt, mit Freund Jörn Kubicki. Offenbar hält der ehemalige aktive Politiker nach wie vor engen Kontakt zur politischen und kulturellen Szene Berlins, aus der an diesem Abend über 2000 Gäste der feierlichen Gala beiwohnten.

Darunter die Ehren-Vorsitzende der Deutschen Aids-Stiftung Rita Süssmuth, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der betonte, dass „Aufklärung und Prävention wichtig bleiben, so lange bei der Bekämpfung der Krankheit kein Durchbruch errungen wird“, Moderator Thomas Gottschalk und Model Franziska Knuppe.

„Jetzt müssen alle aufstehen“

Einige der angekündigten Gäste erschienen jedoch nicht, wie die Schauspielerin Katja Riemann oder Innensenator Frank Henkel, deren Nicht-Erscheinen in Verbindung mit den Geschehnissen in Paris gebracht wurde. Mit Hinblick auf die tragischen Ereignisse im Nachbarland forderte Michael Müller, dass „alle jetzt aufstehen müssen, um sich die zivilisierte Welt nicht kaputt machen zu lassen“.

So war die Stimmung bei der diesjährigen Operngala, in deren Rahmen Koch Markus Herbicht für das leibliche Wohl sorgte, weniger ausgelassen als in den Jahren zuvor. Höchst erfreulich jedoch: Die Spendensumme von rund 500.000 Euro, die in diesem Jahr erzielt werden konnte.