Aufruf

Die Berliner Morgenpost sucht den Berliner des Jahres 2014

Schlagen Sie uns Kandidatinnen und Kandidaten vor, denen Sie 2014 Anerkennung zollen. Sie können bekannte Persönlichkeiten aus jeglichen Bereichen nominieren, die mehr gemacht haben als nur ihren Job.

Foto: Martin U. K. Lengemann

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wieder fragen wir uns, welche Menschen in den vergangenen Monaten Herausragendes in und für Berlin geleistet haben. Und vor allem, wer es verdient hätte, den Titel „Berliner des Jahres 2014“ verliehen zu bekommen. 2004 suchte die Berliner Morgenpost erstmals einen Träger dieses besonderen Preises. Damals wurde es Peter Raue: Der Rechtsanwalt und Kulturförderer brachte die MoMA-Ausstellung aus New York in die Neue Nationalgalerie und schuf einen einzigartigen Besuchermagneten. 1,2 Millionen Gäste sorgten für ein Sommermärchen.

Nun fragen die Berliner Morgenpost und der Radiosender 104.6 RTL zum elften Mal: Wer hat sich in diesem Jahr durch besondere Leistungen ausgezeichnet? Wieder können Sie sich beteiligen: Schlagen Sie uns Kandidatinnen und Kandidaten vor, denen Sie im Jahr 2014 Anerkennung zollten. Sie können Prominente nominieren – Schauspieler oder Sänger, Maler oder Sportler, Wissenschaftler oder Erfinder, Unternehmer oder Politiker, die mehr gemacht haben als nur ihren Job.

Nur einmal siegte ein Politiker

Zu den prominenten Siegern der vergangenen zehn Jahre zählte 2005 der Unternehmer und Mäzen Hans Wall, der viele Projekte in Berlin finanziell und mit Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. 2009 wurde der Musiker Peter Fox ausgezeichnet. Sein Album „Stadtaffe“ stand wochenlang an der Spitze der Charts, der Titelsong sowie „Schwarz zu Blau“ wurden zu Berlin-Hymnen. Im Jahr 2010 gewann zum bisher einzigen Mal ein Politiker den Titel: Heinz Buschkowsky, der SPD-Bürgermeister von Neukölln, überzeugte mit seinem Einsatz für die Integration und seinen klaren Worten zu misslungenen Ansätzen bei „Multi-Kulti“. 2012 und 2013 schafften es Sportler an die Spitze unserer Bestenliste – der Diskuswerfer Robert Harting sowie die Tennisspielerin Sabine Lisicki.

Viele Leser und Teilnehmer unserer Aktion aber haben mit Prominenz gar nicht so viel im Sinn. Sie sind von Personen beeindruckt, die nicht im Rampenlicht stehen, von den „Helden des Alltags“. 2006 gewann die Ärztin Jenny de la Torre, die mit ihrer Stiftung Obdachlose medizinisch betreut. 2011 wurde Monika Schultz gewählt. Sie griff am S-Bahnhof Marzahn ein, als mehrere Männer sich stritten. Einer der Männer stürzte auf die Gleise. Monika Schultz zog ihn wieder auf den Bahnsteig, bevor der nächste Zug einlief.

Schließlich rief sie die Polizei, während andere Wartende wegschauten. Auch bei Frank Zander gab im Jahr 2008 nicht seine Prominenz als Sänger den Ausschlag, sondern sein Einsatz für die Armen der Stadt. Vielleicht kennen Sie ja einen solchen Menschen, der mit ehrenamtlichem bürgerschaftlichen Engagement Großes für die Stadt geleistet oder durch Mut und Zivilcourage einen anderen Menschen gerettet hat.

Wer könnte in diesem Jahr Chancen auf den Titel haben? Vielleicht Mark-Ralf Papendick? Der 46-Jährige zog im Oktober in Spandau zusammen mit seinem Freund Thomas Eckardt einen Rollstuhlfahrer aus der Havel. Der Mann war mit seinem Elektro-Rollstuhl auf dem Fußweg am Ufer unterwegs, verlor die Kontrolle über das Gefährt und kippte in den Fluss. Sportbootfahrer Papendick sprang ins eiskalte Wasser und rettete ihn. Eckardt holte inzwischen ein Seil, gemeinsam konnten sie den Verunglückten ans Ufer ziehen. Oder Tina K., die schon in den vergangenen beiden Jahren von zahlreichen Lesern nominiert wurde. 2012 war ihr Bruder Jonny K. nahe dem Alexanderplatz zu Tode geprügelt worden. Seitdem engagiert sie sich mit dem von ihr gegründeten Verein „I am Jonny“ für die Opfer von Gewalttätern und für mehr Toleranz.

Auswahl in allen Kategorien

Vielleicht sehen Sie aber in diesem Jahr auch einen Politiker vorn. Michael Müller, der gerade erst ins Amt gewählte Regierende Bürgermeister, legte zum Beispiel das politische Comeback des Jahres hin. 2012 wurde er als SPD-Landesvorsitzender abgewählt. Im parteiinternen Wahlkampf um die Nachfolge von Klaus Wowereit setzte er sich im Oktober mit fast 60 Prozent gegen seine einstigen Widersacher, SPD-Landeschef Jan Stöß und den Fraktionschef der Sozialdemokraten im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, durch. Ein möglicher Titelträger könnte aber auch Klaus Wowereit selbst sein. 13 Jahre lang stand er an der Spitze des Senats, nun trat er zurück. Er prägte das internationale Image Berlins als weltoffene, kreative, tolerante Metropole.

Möglicherweise wünschen Sie sich aber auch einen Vertreter der Kultur-Hauptstadt auf dem Siegerpodest. Stephan Erfurt etwa, der als Vorstandsvorsitzender von C/O Berlin dafür verantwortlich zeichnet, dass der neue Galeriestandort im Amerika-Haus an der Hardenbergstraße als Leuchtturm gefeiert wird. Oder den Schauspieler und Sänger Jan Josef Liefers, der durch etliche Rollen und Konzerte immer mehr zu einem prägenden Gesicht der Stadt wird und auch für die Einheit Berlins steht.

Bei den Sportlern ist die Auswahl ebenfalls groß. Hat Sie möglicherweise Wasserspringer Patrick Hausding überzeugt, der in seiner Heimatstadt bei der Schwimm-EM gleich drei Goldmedaillen holte? Oder Jérôme Boateng, der einzige Berliner in unserer Fußball-Weltmeister-Elf? Für wen auch immer Sie votieren: Bitte schreiben Sie uns und beteiligen Sie sich an der Wahl zum „Berliner des Jahres 2014“. Wie Sie mitmachen können, steht im Info-Beisteller. Wir freuen uns auf Ihre Zuschrift.

Das sind die Berliner des Jahres aus den Vorjahren