Vorbereitung

Berliner Zoo baut moderne Anlage für neue Pandabären

Der neue Zoodirektor Andreas Knieriem hatte bereits bei seiner Vorstellung vor einem Jahr erklärt, „Pandas gehören nach Berlin“. Nun könnte es tatsächlich neue Leihgaben aus China geben.

Der Zoo Berlin würde sich über ein junges Pandapärchen freuen, teilte Pressesprecherin Christiane Reiss am Montag mit. Die Einrichtung verfüge über „jahrzehntelange Erfahrung“ und biete gemeinsam mit den Kooperationspartnern, wie dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und dem Museum für Naturkunde, „beste Voraussetzungen für eine optimale Pandahaltung“.

Reiss reagierte damit auf einen Bericht der „Bild am Sonntag“. Danach laufen seit Monaten geheime Verhandlungen zwischen dem Bundeskanzleramt und chinesischen Diplomaten über die Leihgabe eines Pandapärchens an Berlin. Etwa eine Million Euro pro Jahr an Leihgebühren würden allerdings fällig, heißt es.

Man habe vom Stand der Gespräche mit China aus der Presse erfahren, kenne deshalb keine Details, sagte Reiss.

Der Berliner Zoo hatte 1980 Bao Bao und die ebenfalls zweijährige Pandabärin Tjen Tjen, die Staatsgeschenke an den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt waren, erhalten. Nach dem Tod von Tjen Tjen kam 1995 Yan Yan als Leihgabe aus Peking. Doch Nachwuchs blieb aus, die Tiere starben, zuletzt Bao Bao im Jahr 2012.

Yan Yan kehrt nach China zurück

Yan Yan und Bao Bao würden derzeit im Museum für Naturkunde präpariert und dort von Januar bis Juli 2015 als Dermoplastiken im Rahmen der Sonderausstellung „Panda“ zu sehen sein, teilte Zoosprecherin Reiss mit. Im Anschluss an die Schau sei die Rückführung von Yan Yan nach China geplant. Bevor neue Pandas nach Berlin kämen, werde der Zoo „eine Anlage entsprechend den neusten Haltungsrichtlinien bauen“, so Reiss. Der neue Zoodirektor Andreas Knieriem hatte bei seiner Vorstellung vor einem Jahr bereits erklärt, „Pandas gehören nach Berlin“.

Pandas gehören weltweit zu den beliebtesten Tieren in Zoos und sind gleichzeitig vom Aussterben bedroht. Der weltweite Bestand liegt laut Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature WWF nur noch bei etwa 1600 Exemplaren in freier Wildbahn.