Prozess

„Pillen-Bande“ ergaunerte Millionen – Haft gefordert

Sie sollen gefälschte Potenz- und Schlankheitsmittel verkauft und Millionen kassiert haben. Im Fall der „Pillen-Bande“ forderte die Staatsanwaltschaft lange Haftstrafen.

Mit gefälschten Potenz- und Schlankheitsmitteln gelang der „Pillen-Bande“ ein Millionenbetrug – nun sollen erste Mitglieder dafür verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft Potsdam beantragte am Dienstag Strafen zwischen dreieinhalb Jahren Haft und 22 Monaten auf Bewährung unter anderem wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Das Landgericht Potsdam will sein Urteil an diesem Freitag (10.10./12.00) verkünden, wie ein Sprecher mitteilte.

Weil einer der ursprünglich vier Angeklagten im Alter von 29 bis 33 Jahren krank geworden ist, ist dessen Verfahren abgetrennt worden. Dieser Fall wird zu einem späteren Zeitpunkt das Gericht erneut beschäftigen.

Die Potsdamer Richter werden ohnehin noch einige Zeit mit der „Pillen-Bande“ zu tun haben. Bereits seit vergangenen März stehen acht weitere mutmaßliche Mitglieder vor Gericht; es sind Termine bis Mitte Dezember Termine geplant. Zudem steht noch der Prozess gegen den mutmaßliche Bandenchef aus, der in Uruguay gefasst worden war. Einen Termin gibt es noch nicht.