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Eisschnellläuferin erhofft sich Chancen beim Skate-Marathon

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Foto: SHAMIL ZHUMATOV / REUTERS

Rollen statt Kufen: Arianna Fontana ist eigentlich Eislauf-Kurzstreckenspezialistin. Jetzt vertauscht die Profisportlerin ihre Schlittschuhe mit Inlineskates und tritt beim Berliner Skate-Marathon an.

Normalerweise schnürt sie ihre Schlittschuhe, zieht die Sonnenbrille herunter auf die Nase und schaut vor einem Start konzentriert in die Ferne. Wenn der Startschuss fällt, dann jubeln ihr und den anderen Läufern tausende Menschen von den Rängen im Stadion zu. Jeder läuft auf der eigenen Bahn. Doch an diesem Wochenende tauscht die Eisschnellläuferin Arianna Fontana ihre Schlittschuhe gegen Rollen ein und nimmt zum ersten Mal am Skate-Marathon in Berlin teil. Für sie etwas ganz Neues.

Insgesamt starten in diesem Jahr 5626 Teilnehmer beim Skate-Marathon. Es wird also ein dichtes Gedränge auf den Straßen geben. Der Berlin-Marathon ist der wichtigste Inlinemarathon weltweit. Doch nicht nur Inlineskater versuchen ihr Glück. Auch Eisschnellläufer treten seit diesem Jahr zum ersten Mal an und wollen um Medaillen kämpfen.

Eine der Profis vom Eis, die die Herausforderung auf dem Asphalt sucht, ist die Italienerin Arianna Fontana. Die 24-Jährige ist schon 19 Mal Europameisterin im Eisschnelllauf geworden und hat fünf Medaillen bei Olympischen Spielen geholt. Es gebe viele technische Unterschiede zwischen dem Skaten auf Asphalt und dem Eisschnelllauf. „Aber letztlich glaube ich, dass Skaten gleich Skaten ist“, sagt sie. Als sie kleiner war, habe sie sogar mehr Zeit auf den Inlinern verbracht. Irgendwann entschied sie sich aber, auf das Eis umzusteigen, da ihr die Kurzstrecke mehr liege und Eisschnelllauf den Olympischen Status habe.

Deutsche Hoffnung ruhen auf Felix Rijhnen

Arianna Fontana glaubt nicht, dass sie durch ihre Erfahrung auf internationaler Bühne einen unfairen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat, die sonst nur auf Inlinern unterwegs ist. „Bei einer Kurzstrecke würde ich wahrscheinlich gewinnen“, sagt sie. Auf die Distanz hingegen erwarte jeden Teilnehmer ein hartes Rennen, bei dem es kaum möglich sei zu sagen, wer am Ende die Nase vorn hat.

Es sei aber an der Zeit, dass auch mal eine Kurzstreckenspezialistin wie sie an den Start gehe, sagt sie. Was die Wetterbedingungen angeht, so hofft sie auf trockenes und sonniges Wetter, da sie auf nassem Asphalt nicht genug Erfahrung habe. Die Kufen generell gegen Rollen einzutauschen, dass kann sich Fontana nicht vorstellen.

Die deutsche Hoffnung beim Skater-Marathon am Sonnabend liegt indes auf dem Darmstädter Felix Rijhnen. Dieser hat auch in den vergangenen Jahren oft einen der vorderen Plätze belegt. Im letzten Jahr landete er im Speedskating beim Berlin-Marathon auf dem vierten Platz. Allerdings: Auch Rijhnen ist auf den Eisschnelllaufstrecken der Welt häufig unterwegs.

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