Bundespräsident

Joachim Gauck soll Berliner Ehrenbürger werden

Der Berliner Senat will den Bundespräsidenten zum 117. Ehrenbürger der Stadt machen. Damit ist nicht nur eine Ehrenbürgerurkunde verbunden, sondern auch Privilegien wie freie Fahrt mit der BVG.

Foto: Nicolas Armer / dpa

Stolze 32 Ehrungen und Auszeichnungen hat der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland bereits bekommen. Darunter erst in diesem Jahr die Leo Baeck-Medaille und das Großkreuz des Sankt-Olav-Ordens. Am Dienstag wird sich der Berliner Senat nun mit der 33. Auszeichnung für Joachim Gauck befassen. Wie aus Senatskreisen verlautete, soll der 74-Jährige der 117. Ehrenbürger Berlins werden.

Der Bundespräsident kann sich dann nicht nur über eine Ehrenbürgerurkunde freuen, sondern er darf sich von einem Künstler seiner Wahl für die Galerie der Ehrenbürger im Abgeordnetenhaus porträtieren lassen. Weitere Privilegien: die kostenlose Jahreskarte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ein Ehrengrab auf einem Berliner Friedhof.

Bisher fast alle Bundespräsidenten

Seit Theodor Heuss (1949-59) wurden alle deutschen Bundespräsidenten zu Ehrenbürgern der Stadt ernannt – vorausgesetzt, sie blieben lange genug im Amt. Die Rücktritte von Horst Köhler (2004–2010) und Christian Wulff (2010–12) kamen dagegen so rasch, dass der Senat nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. Bis Ende 2012 waren 116 Personen zu Ehrenbürgern Berlins ernannt worden.

Der erste Ehrenbürger Berlins war Conrad Gottlieb Ribbeck, Oberkonsistorialrat und Probst zu Berlin. Er wurde am 6. Juli 1813 ernannt. Am 11. August 2009 ernannte der Senat den Unternehmer und Mäzen Werner Otto zum Ehrenbürger Berlins. Er ist die Nummer 116 auf der Liste der Ehrenbürger.