Maxi und Schnute

Tierschutzbeauftragter fordert Umzug der Berliner Stadtbären

Maxi und Schnute leben in einem Zwinger im Köllnischen Park. Das passt Berlins Tierschutzbeauftragtem überhaupt nicht. Er will die Berliner Stadtbären in einen Braunbärenpark umsiedeln.

Foto: Arno Burgi / dpa

Berlins Landestierschutzbeauftragter Horst Spielmann plädiert für eine Umsiedlung der beiden Berliner Stadtbären Maxi (26) und Schnute (31). Das Schicksal der betagten Damen ist am Donnerstag erneut Thema in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte. Derzeit leben die Tiere in einem Zwinger im Köllnischen Park. Zur Debatte steht der Umzug in einen von zwei Braunbärenparks in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern nach Ablauf der Winterruhe.

Zwei Tierschutzverbände wollen Umzug und Unterbringung bezahlen

„Es ist meiner Sicht erfreulich, dass sich zwei Tierschutzverbände bereit erklärt haben, die Kosten für die Untersuchung der beiden Bärinnen durch unabhängige Fachleute und auch für den Transport und die weitere Unterbringung in einem Braunbärengehege zu übernehmen“, sagte Spielmann. Er würde deshalb begrüßen, wenn die Bezirksverordneten die Haltung der beiden Berliner Stadtbärinnen im Zwinger im Köllnischen Park per Beschluss beendeten und die Tiere in einem der vorgesehenen Braunbärenreservate artgerecht leben dürfen.

Bereits Spielmanns Vorgänger Klaus Lüdcke hatte in Zusammenarbeit mit Tierschutzverbänden und Wildtier-Experten die Eignung der beiden Braunbärenparks für die Haltung der Stadtbärinnen geprüft und bestätigt. „Nach Ablauf des Winterschlafes sollen die beiden betagten Bärinnen von Experten auf ihre Transportfähigkeit begutachtet und anschließend in einen der beiden Braunbärenparks transportiert werden“, so Spielmanns Forderung.

Bezirksamt gegen Transport und Umzug der Tiere

Auch die Tierschutzorganisation Vier Pfoten begrüßt, dass mit der „Großen Anfrage“ der Fraktion Die Grünen endlich geklärt werde, wann die Transport-Fähigkeit der Berliner Bären untersucht wird. Auch die Frage, ob die Gutachter tatsächlich unabhängige Bären-Experten sind, stünde auf der Agenda. Der Verein hatte dem Bezirk angeboten, dass Bären-Experten aus dem Bärenschutzzentrum Bärenwald Müritz kostenlos ein Transport- und Umsiedlungstraining für die Berliner Bären durchführen könnten. Doch auf das Angebot habe die Verwaltung bis heute nicht reagiert.

Bislang hat sich das Bezirksamt mit Hinweis auf das hohe Alter der Tiere gegen einen Transport und Umzug der Tiere ausgesprochen.