Wetter

Berlin erwartet bis zu 20 Zentimeter Neuschnee

Kalter Wind aus Skandinavien ist für einen erneuten Temperaturumschwung verantwortlich. Sogar bis zu 20 Zentimeter Neuschnee sind möglich. Der Frühling soll erst ab dem 20. März kommen.

So schön die Sonne war, so schnell ist sie auch wieder weg. Kaum haben sich die Berliner an die wärmeren Tage gewöhnt, wird es an diesem Freitag wieder kälter – und zwar richtig kälter: Der Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst WetterKontor erklärt den bevorstehenden Temperatur-Sturz von 15 bis 20 Grad folgendermaßen: „Es gibt gerade einen Kampf zwischen der warmen Frühlingsluft über Südwesteuropa und der winterlich kalten Luft über Skandinavien. Ein Nordostwind bringt dann ab dem Wochenende die Kälte aus Nordeuropa nach Deutschland.“

Der Wind bringt also den Winter aus Finnland, wo momentan bis zu minus 10 Grad herrschen. Auch in Berlin sind dann solche Temperaturen Anfang nächster Woche zu erwarten, zumindest nachts. Dienstag- und Mittwochnacht wird es laut Prognosen sogar bis zu minus 12 Grad kalt. „Schnee wird definitiv wieder fallen,“ sagt der Experte, „es ist allerdings noch schwer vorauszusagen, wieviel Niederschläge zu erwarten sind. Ein paar Zentimeter bis zu 20 Zentimeter Neuschnee sind am Sonntag und Montag möglich.“

Im Süden und Westen Deutschlands kann man am Wochenende den Frühling noch weiter genießen. In München zum Beispiel bleibt es bei 10 bis 15 Grad angenehm mild, während die Temperaturen in Berlin bis um den Gefrierpunkt sinken werden.

Höchsttemperaturen unter 10 Grad

Das frostige Wetter wird dann höchstwahrscheinlich lange halten. „Vor dem 20. März ist der Frühling nicht zu erwarten. Im Berliner Raum bleibt es bis dahin bei Höchsttemperaturen unter 10 Grad,“ so Schmidt weiter.

Die Rückkehr des Winters, die laut dem Meteorologen für die Jahreszeit eine sehr typische Tendenz ist, kann unterschiedliche Auswirkungen auf die Menschen haben. Bei abrupten Wechseln der Wetterlage muss sich der Organismus an die veränderten Temperaturen anpassen und ist dadurch zusätzlich gefordert. Dies kann zur Frühjahrsmüdigkeit führen. Aktuellen Studien zufolge leiden daran 60 bis 70 Prozent aller Deutschen.

Ein paar Wochen vor dem kalendarischen Frühlingsanfang müssen wir uns also mit dem Winter abfinden und die warmen Sachen wieder aus dem Schrank holen. „Wegen des starken Windes wird sich die Luft richtig kalt anfühlen. Vor allem die Menschen mit rheumatischen Beschwerden kann der Temperatur-Sturz am härtesten treffen,“ sagt Schmidt.

Laut dem Meteorologen sollen aber auch alle anderen gut auf sich aufpassen, denn es bestehe in den nächsten Tagen eine akute Erkältungsgefahr.