Premiere in Berlin

Harrison Ford findet Berühmtsein lästig

Zur Premiere von "Cowboys & Aliens" kamen Harrison Ford, Daniel Craig und Olivia Wilde in die Hauptstadt. Während sich die Nachwuchsschauspielerin über Publicity freut, kann Ford dem Berühmtsein nichts abgewinnen.

Zuerst hatten Harrison Ford (69, „Indiana Jones“) und Daniel Craig (43, „James Bond“) ihre Pilotenbrillen im Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich gar nicht absetzen wollen. Zur Deutschlandpremiere des Hollywood-Blockbusters „Cowboys & Aliens“ im Sony Center vertrieb die Abendsonne die dicken Gewitterwolken und bereitete den Filmteam um Regisseur Jon Favreau und die weibliche Hauptdarstellerin Olivia Wilde (27, „Dr. House“) einen strahlend schönen Empfang. Hunderte Fans hatten verfolgten gespannt, wie neben den US-Schauspielern auch deutsche, mehr oder weniger, berühmte Menschen vorbeikamen, darunter Schauspielerin Alexandra Kamp (im Western-Outfit), die Moderatorinnen Alexandra Polizin, Tanja Bülter und Mo Asumang sowie Dschungelkönig Peer Kusmagk.

Für Lebenswerk geehrt

Klar, auf dem roten Teppich spielte sich das ab, was Fans von ihren Idolen erwarten. Die posierten für gemeinsame Fotos und gaben Autogramme. So war dem alten Hasen Harrison Ford sein Unbehagen gegenüber dem Rummel an seiner Person wie immer anzumerken.„Mir ist es völlig unbegreiflich, warum jemand berühmt sein will. Das ist doch das einzig Lästige an meinem Beruf“, sagte er: „Für mich ist das Schauspielern genauso ein Job wie das Schreinern.“ Nur, dass es für Handwerker nicht so viele Preise gibt: Ford hat beim Filmfestival in Locarno gerade einen Ehrenleopard für sein Lebenswerk erhalten.

Richtig viel Spaß hatten dagegen offenbar Daniel Craig und Olivia Wilde. Die Newcomerin hatte schon am Vorabend keinen Zweifel daran gelassen, dass ihr die Aufmerksamkeit von Paparazzi und Fans gefällt.Statt sich wie Ford und Craig nach der Ankunft aus Locarno in Berlin-Schönefeld nur noch zu entspannen, packte die Newcomerin der Unternehmungsgeist. Zu Fuß erkundete sie die Umgebung: das Brandenburger Tor, den Pariser Platz und das Holocaust-Mahnmal an der Behrenstraße. Selbstverständlich wurde jeder ihrer Schritte von den aufmerksamen Blicken der Paparazzi, die eigentlich auf Fotos mit ihren berühmten Kollegen lauerten, begleitet.

Auf dem Bier-Bike durch Berlin

Und die staunten nicht schlecht, als sich Olivia Wilde ganz unprätentiös mit ein paar Begleitern aus dem Filmteam auf ein sogenanntes Bier-Bike setzte und die Strecke zur Promi-Kantine „Borchardt“ an der Französischen Straße, wohin Paramount-Chef Sven Sturmzum Dinner eingeladen hatte, auf dem eigenwilligen Fahrrad zurücklegte. Klar, so viel spontaner Aktionismus wurde belohnt. Es entstanden jede Menge Fotos von der aufstrebenden Schauspielerin. Und am Montagabend - das Team flog direkt nach der Premiere weiter nach London zur nächsten Premiere - noch ein paar mehr.