Am Zoofenster

Neue Hochhaus-Pläne für die City West

Neben dem Zoofenster in der City West soll ein weiterer, mehr als 30 Stockwerke hoher Turm enstehen. Investoren haben offenbar Interesse an dem Grundstück nahe der Gedächtniskirche bekundet.

Während die Hochhauspläne für den Alexanderplatz in Mitte auf Eis liegen, gibt es neue Hoffnung für die Entwicklung eines weiteren, mehr als 30 Stockwerke hohen Turmes in der City West. Gleich vis-à-vis vom nahezu fertiggestellten Hochhaus Zoofenster, in dem zum Jahreswechsel 2011/2012 das Nobel-Hotel Waldorf Astoria seine Türen öffnen will, sieht der geltende Bebauungsplan seit Jahren ein weiteres Hochhaus vor. Doch bislang ist es der Grundstückseigentümerin, der EH Estate Management, nicht gelungen, das Areal samt der Hochhauspläne zu verkaufen. Offenbar gibt es jetzt aber zwei ernsthafte Interessenten, die das Filetgrundstück in bester Lage nahe der Gedächtniskirche erwerben wollen.

Vorsicht ist angebracht

Bei dem einen Interessenten soll es sich um ein deutsch-österreichisches Konsortium handeln, bei dem anderen um ein in Deutschland ansässiges Unternehmen mit Sitz in Köln. Das erfuhr die Morgenpost Online aus gut unterrichteten Kreisen. Bei der EH Estate Management, einem Tochterunternehmen von Euro Hypo, will man die Verhandlungen „weder bestätigen noch dementieren“, so der für Immobilienprojekte zuständige Ekkehard Liebig. „Dass wir verkaufen wollen, ist ja kein Geheimnis, dass der Standort Berlin und insbesondere die City West derzeit für Investoren besonders interessant ist, auch nicht“, so Liebig. Es gebe konkrete Gespräche. „Das Ergebnis wird aber erst dann kommuniziert, wenn die Unterschrift geleistet ist“, so Liebig weiter.

Die Vorsicht des Projektbeauftragten ist angebracht: Schließlich ist das Unternehmen bereits seit gut sieben Jahren im Besitz des Grundstücks. 2008 musste ein bereits unterschriebener Vertrag wieder aufgelöst werden, weil die Finanzkrise dazwischenkam und der Käufer nicht mehr zahlungsfähig war.

Die Pläne für den 119 Meter hohen Turm aus Glas hat der Architekt Christoph Langhof bereits in den 90er-Jahren entwickelt, die Baugenehmigung liegt ebenfalls vor. Das Hochhaus – es ist noch einen Meter höher als das benachbarte Zoofenster – soll anstelle des Parkhauses an der Kantstraße und des bereits zum Teil abgerissenen Schimmelpfeng-Hauses errichtet werden. Ursprünglich sollten die oberen der 33 Etagen Büros beherbergen, während in den unteren Stockwerken Einzelhandel und Gastronomie geplant waren. Inzwischen soll jedoch ein weiteres Hotel geplant sein.