S-Bahnhof Charlottenburg

Stuttgarter Platz wird zum Drogenschwerpunkt

Laut SPD-Stadtrat Naumann entwickelt sich die Südseite des Bahndamms wieder zum Treffpunkt der Drogenszene. Bei einer Sammelaktion wurden mehr als 120 Spritzen gefunden. Das ist besonders für Kinder gefährlich.

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Der Stuttgarter Platz, speziell der Bereich südlich der Schienen an der Gervinusstraße, hat sich nach Einschätzung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf wieder verstärkt zum Ort für Drogenkonsumenten entwickelt. Jugend- und Familienstadtrat Reinhard Naumann (SPD) sagte, es gebe Anhaltspunkte, die auf einen Szeneschwerpunkt hindeuteten. Seit den Bauarbeiten am Stuttgarter Platz und der Kürzung der Finanzmittel für die aufsuchende Drogenhilfearbeit des Vereins Fixpunkt sei die Lage schwieriger geworden.

Bei einer einzigen Müllsammelaktion waren im Grünzug am Bahndamm zur Gervinusstraße mehr als 120 Spritzen eingesammelt worden.

Mitarbeiter von IdeFix, einem Projekt der aufsuchenden Drogenhilfearbeit des Trägers Fixpunkt e. V., sammeln mindestens zweimal in der Woche gebrauchte Spritzen von Drogenkonsumenten ein. Besonders auf dem Bahndamm an der Gervinusstraße zwischen Wilmersdorfer Straße und Lewishamstraße wird nach Auskunft von Naumann viel Drogenmüll gefunden. Außerdem gebe es Beschwerden aus der Nachbarschaft. Mitglieder der Bürgerinitiative Stuttgarter Platz hingegen haben auf der nördlichen Seite des Bahndamms keine verstärkten Drogenaktivitäten festgestellt.

Spritzenautomat installiert

Naumann sagte weiter, dass sich der Ende März installierte Spritzenautomat mit dem Entsorgungsbehälter am Stuttgarter Platz Ecke Wilmersdorfer Straße als effektiv erwiesen hat – auch wenn Anwohner den Standort zunächst kritisch betrachteten. Auch auf die Arbeit des Drogenkonsummobils an der Gervinus- Ecke Wilmersdorfer Straße wolle das Bezirksamt nicht verzichten – auch wenn dies derzeit nur einmal wöchentlich für vier Stunden dort stehen könne.

Da der Bahndamm in den Zuständigkeitsbereich der Deutschen Bahn fällt, sei diese aufgefordert worden, ihn zu reinigen. Vor allem für Kinder, aber auch für die Pflegekräfte des Grünflächenamtes, besteht laut Naumann „ein nicht hinnehmbares Verletzungspotenzial“. Eine Reaktion sei aber nicht erfolgt. Das Bezirksamt plane ein Gespräch mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn. „Das Bezirksamt, insbesondere das