Imagekampagne

Wowereit ernennt 15 Berlin-Botschafter

"Be Berlin" heißt die Imagekampagne, mit der der Senat die Hauptstadt und ihre Einzigartigkeit darstellen will. Das Logo ist eine rot gerahmte Sprechblase, die durch Sprüche der Berliner gefüllt werden sollen. Rund 2000 Vorschläge gingen dafür ein, eine Jury hat jetzt die 15 besten ausgewählt.

Der Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat im Roten Rathaus 15 Menschen, die an der Marktingkampagne "be berlin" teilgenommen hatte, zum Dank für ihre Vorschläge zu "Berlin-Botschafter" ernannt. Wowereit sagt: "Ob Hundetrainerin, Mathematiker oder Modezeichner, Busfahrer, Sozialarbeiterin oder Biotechnologin - sie alle prägen unsere Stadt und sind die besten Botschafter für Berlin."

Am 3. Juli wird Wowereit den Gewinner-Spruch des Slogan-Wettbewerbs am Berliner Rathaus enthüllen. Fast 2000 Vorschläge in Anlehnung an "Sei Stadt, sei Wandel, sei Berlin" gingen bis zum Ende des Wettbewerbs am 9. Juni ein. Eine Jury wählt daraus "Die Botschaft für Berlin", die auf einem Großplakat am Rathaus hängen wird. Die Kampagne läuft vorerst bis zum Jahr 2009.

Hier die neuen Berlin-Botschafter, ihre Werbespruch-Vorschläge und die Geschichte, die dahintersteckt:

Christian Baal: "sei stimme, sei laut, sei berlin"

Er fördert Musiktalente. Er hat eine Show auf die Beine gestellt, bei der sich alle zwei Monate maximal 12 Teilnehmer dem Publikum stellen, das dann drei Preise vergibt. Das Programm "VoicesUp" gilt schon jetzt als Talentschmiede.

Berlin Finsterbusch: "sei du, sei wie, sei berlin"

Er heißt Berlin mit Vornamen.

Prof. Dr. Jacqueline Franke: "sei luft, sei leben, sei Berlin"

Sie hat als Wissenschaftlerin die Berliner Luft unter die Lupe genommen.

Prof. Martin Grötschel: "sei mathematisch, sei kooperativ, sei berlin"

Er war Sprecher des "Matheon". Das "Matheon" ist ein Institutionen übergreifendes Forschungszentrum, das seit dem 1. Juni 2002 mathematische Grundlagenforschung mit Schlüsseltechnologien verbindet.

Christel Hartmann-Fritsch: "sei schräg, sei star, sei berlin"

Sie ist die Leiterin und Mitbegründerin des internationalen Jugend-Kunst- und Kulturzentrums "Schlesische 27", das Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen mit Künstlern zusammenbringt und ihnen Raum gibt, ihre Kreativität zu entdecken.

Gabriele Isenberg-Holm: "sei gemeinsam, sei unternehmensnetzwerk, sei berlin"

Sie hat ein Unternehmernetzwerk als Verein für 200 kleine und mittlere Unternehmen im Industriegebiet Motzener Straße gegründet.

Mustafa Karadeniz: "sei träumer, sei macher, sei berlin"

Er hat den Ausbildungsberuf "Änderungsschneiderin" ins Leben gerufen, den es nun seit zwei Jahren gibt.

Stephan Lange: "sei bürger, sei busfahrer, sei berlin"

Er ist Busfahrer und hat die Initiative "Berliner Busfahrer und Bürger gemeinsam gegen Gewalt und Vandalismus" gegründet.

Maike Maja Nowak: "sei offen, sei phantasievoll, sei berlin"

Maike Maja Nowak engagiert sich sozial. Sie ist Hundepsychologin und trainiert ihre Vierbeiner in einem Altenheim. Die Bewohner können die Tiere streicheln und werden in jede Veranstaltung der Hundeschule einbezogen.

Josephine Opitz: "sei mutig, sei anders, sei Berlin"

Sie setzt sich dafür ein, dass auch Models mit Behinderung für Werbung gebucht werden. Sie sitzt selbst im Rollstuhl.

Tim Roeloffs: "sei märchen, sei mode, sei berlin"

Er ist eigentlich Künstler im Kreuzberger Kunsthaus Tacheles, hat aber für die internationale Modefirma Versace die diesjährige Winterkollektion designt. Versace hat die Kollektion Berlin gewidmet.

Isabel Stolze: "sei mensch, sei bahnhof, sei berlin"

Sie hat zehn Liebeserklärungen an den Berliner Hauptbahnhof als Buch veröffentlicht. Darin stellt sie zehn Frauen und Männer vor, die unterschiedlichen Berufen an ihrem Arbeitsort Berliner Hauptbahnhof nachgehen.

Günter Strumpf: "sei alt, sei forsch, sei berlin"

Er hat die Geschichte der Berliner Flaggen recherchiert.

Birgit Wetzig-Zalkind: "sei schräg, sei star, sei berlin"

Sie hat ein Unternehmen (Sta Tours) gegründet und bietet Interessierten Stadtfahrten zu Orten an, an denen Berliner Prominente wohnten oder etwas Besonderes erlebt haben: Ein glamouröser Blick durchs Schlüsselloch.

Rudolf Winterfeldt: "sei alt, sei aktiv, sei berlin"

Er leitet seit 1999 eine Seniorengruppe, organisiert Veranstaltungen, schreibt für ein Seniorenmagazin Beiträge und trägt dazu bei, dass ältere Menschenin seinem Stadtteil ein Angebot für Aktivitäten erhalten.

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