Asylbewerber

Die Berliner Flüchtlingsheime sind voll

In Berlins Unterkünften für Flüchtlinge lebt genau ein Ausländer mehr, als vorgesehen. Allerdings: Zwei Einrichtungen sind leicht überbelegt. Dramatisch ist die Situation den Zahlen nach aber noch nicht.

Die Unterkünfte für Flüchtlinge in Berlin sind voll ausgelastet. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus hervorgeht, sind in Berlin insgesamt 1427 Asylbewerber, Aussiedler, jüdische Zuwanderer, Flüchtlinge und ausländische Obdachlose in Wohnheimen untergebracht. Insgesamt stehen berlinweit in sechs Einrichtungen 1426 Plätze zur Verfügung.

Der Senatssozialverwaltung zufolge sind die beiden vom AWO Kreisverband Mitte betriebenen Unterkünfte überbelegt (Stand 31.01.2010). So waren Ende Januar in der Motardstraße in Berlin-Spandau 405 Personen untergebracht. Vertraglich vereinbart sind 400 Plätze. In der Köpenicker Landstraße waren mit 259 neun Personen mehr untergebracht als vereinbart.

Demgegenüber blieben die Einrichtungen der Invest-Plan GmbH (304 untergebrachte Personen), des Diakonischen Werkes Berlin Mitte (124) und der Hausverwaltung Wehner & Wehner (159) knapp unter der vertraglich vereinbarten Kapazität. Die Einrichtung des Internationalen Bundes war mit 176 Personen vollständig belegt.

Wie die Senatssozialverwaltung weiter mitteilte, fallen bei einer Unterbelegung je nach Einrichtungen Belegausfallkosten zwischen 6,56 Euro und 9,58 Euro pro Tag an. Da die Einrichtungen jedoch seit zwei Jahren wegen der steigenden Zugangszahlen im Asylbereich ausgelastet seien, fielen „ohnehin kaum Belegausfallkosten an“.EPD/sh

( EPD/sh )