Luftfahrt

Air Berlin prüft Aufgabe von Langstreckenflügen

Mit Air Berlin geht es womöglich bald nicht mehr in die USA oder nach Asien. Die Fluggesellschaft überlegt, sich vom Langstreckengeschäft zu trennen. Dafür würde sie die Tochter LTU verkaufen. Zudem droht der Airline ein Pilotenstreik.

Foto: ddp / DDP

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin prüft, ob sie sich vom Langstreckengeschäft trennen soll. Das würde bedeuten, dass die erst 2007 übernommene Tochter LTU wieder verkauft wird. „Es gibt ein internes Projektteam, das dies untersucht“, sagte Firmensprecher Hans-Christoph Noack Morgenpost Online. Die Prüfung im Rahmen des kürzlich gestarteten Sparprogramms "Jump" sei ergebnisoffen, und es gebe keine Zeitvorgabe.

Es werde überlegt, sagte der Sprecher, sich wieder auf die Kurz- und Mittelstrecken zu konzentrieren und das Geschäft mit Langstreckenflügen wieder aufzunehmen, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert hätten. Derzeit sei die Buchungssituation bei den Reiseveranstaltern nicht befriedigend.

Air Berlin droht zudem derzeit ein Streik. Die Piloten könnten noch im März in den Arbeitsausstand treten. Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt und die Urabstimmung eingleitet. Ein Streik könnte bereits am letzten Märzwochenende beginnen.