Filmpremiere

Will Smith heizt seinen Berliner Fans ein

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Sandra Basan

Dieser Schauspieler ist wohl Hollywoods heißester Strahlemann. Das stellte Will Smith am Abend im Cinestar am Potsdamer Platz wieder unter Beweis. Vor der Deutschlandpremiere seines neuen Films "Sieben Leben" sorgte er für Adrenalinstöße und gute Laune. Und wärend die einen von ihm schwärmten, nannte ihn einer einen "coolen Hund".

Der Streifen "Sieben Leben" erhielt von der amerikanischen Kritik bereits herbe Verrisse. Trotzdem warteten die ersten Fans seit 10 Uhr morgens vor dem Kino Cinestar am Potsdamer Platz, um ihr Idol aus nächster Nähe bewundern zu können. Und Will Smith kam – zwar etwas verspätet – dafür aber mit goldenen Schuhen, glänzenden Ohrringen und, wie sollte es anders sein, mit blendender Laune. Trotz arktischer Temperaturen und proppevollem Terminkalender. Wie schon am Vorabend beim Einchecken im „Ritz-Carlton“ nahm sich der 40-Jährige viel Zeit, um die unzähligen Foto- und Autogrammwünsche der begeisterten Menge zu erfüllen. „Ich liebe Berlin und die Berliner, die Stadt ist wunderbar, aber momentan definitiv zu kalt“, erklärte der charmante Star zum Anfassen.

Nach einer Dreiviertelstunde im Kino angelangt, sagte der dünn bekleidete Filmstar scherzhaft: „Man gewöhnt sich nicht recht an die Kälte, aber irgendwann spürt man Finger und Zehen nicht mehr, und dann ist es schon in Ordnung.“

Während er draußen für wärmende Hitzewallungen bei den vornehmlich weiblichen Autogrammjägern sorgte, mussten die geladenen Gäste drinnen warten. Doch das taten sie gern. „Er ist zwar nicht mein Typ, aber ich finde ihn sehr charmant“, sagte Schauspielerin Alexandra Kamp. „Und es ist schön, das er sich nach den vielen Blockbustern traut, auch mal einen ruhigen Film anzubieten.“

Auch seine Filmpartnerin Rosario Dawson schwärmte in den höchsten Tönen von Berlin („eine großartige Stadt, ich bin schon zum vierten Mal hier“) und natürlich von Will Smith. „Er ist ein fantastischer und witziger Mann und ein großartiger Vater“, so die 29-Jährige. Kai Pflaume, der den Premierenabend moderierte, fasste Smith offene und allürenfreie Art direkter zusammen: „Er ist einfach ein cooler Hund.“

Das hatte der mit der Traumgage von 80 Millionen Dollar im Jahr bestbezahlte Hollywood-Star bereits den ganzen Tag über bewiesen. Mittags posierte er zusammen mit Regisseur Gabriele Muccino und Filmpartnerin Rosario Dawson bei strengem Frost vor Dutzenden Fotografen und Filmteams am Brandenburger Tor. Um sich aufzuwärmen, deutete Smith Kaugummi kauend ein paar „La-Ola“-Bewegungen an, dann lief er zu Passanten, um Autogramme zu verteilen und Hände zu schütteln. Fünf Minuten dauerte dieser wärmende „Winterzauber“. Dann verschwand der sympathische Superstar in einer dunklen Limousine und fuhr zum nächsten Zwischenstopp seines Interview-Marathons.

Vor dem Kreuzberger Verlagshaus Axel Springer, bei dem auch die Berliner Morgenpost erscheint, hielt der Konvoi der sechs Nobelkarossen ebenfalls, damit Smith ordentlich die Werbetrommel rühren konnte. Und Paternoster fahren. Der offene Aufzug faszinierte den unkomplizierten Künstler sehr.

Weit weniger lustig geht es bei „Sieben Leben“ zu. Der Film erzählt die Geschichte des ehemaligen Luftfahrt-Ingenieurs Ben Thomas, der im Leben eine Menge Schuld auf sich geladen hat und jetzt Buße tun möchte. Dazu dringt er in den Alltag von sieben Menschen ein, um ihnen zu helfen.

Konkrete Pläne für die Premierennacht in Berlin hatten Smith und seine Entourage nicht. Nach weiteren Interviews fliegt Will Smith am Mittwochabend weiter nach Rom. Ob er den Menschen dort mit seiner Ausstrahlung auch so einheizt, bleibt abzuwarten. Aber die Temperaturen sind mit 12 Grad plus ohnehin angenehmer.