Tiere

Berliner Zoo-Chef darf noch fünf Jahre bleiben

Wenn das kein Triumph ist: Bernhard Blaszkiewitz, der umstrittene Direktor von Zoo und Tierpark in Berlin, kann seine Aufgabe weitere fünf Jahre ausführen. Dem 54-Jährigen war wiederholt vorgeworfen worden, er habe die Tiere in den Gehegen nicht artgerecht behandelt. Blaszkiewitz hatte dies stets zurückgewiesen.

Foto: ddp / DDP

Der Direktor des Zoologischen Gartens und Tierparks Berlin-Friedrichsfelde, Bernhard Blaszkiewitz (54), kann weitere fünf Jahre im Amt bleiben. Der Aufsichtsratsvorsitzende Jochen Sievers teilte jetzt mit, dass das Gremium die „Bestellung“ Blaszkiewitz Mitte Oktober beschlossen hat.

Der Zoo-Direktor, gegen den die Grünen-Abgeordnete Claudia Hämmerling und Tierschutz-Organisationen Anzeigen wegen angeblich rechtswidrigen Tierhandels und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet hatten, ist seit Februar 2007 Chef im Zoologischen Garten im Westteil Berlins. Den Tierpark im Ostteil leitet er seit mehr als 17 Jahren.

Sein Vertrag für die Leitung des Zoos, in dem er dessen langjährigen Chef Jürgen Lange abgelöst hatte, endet formal am 30. Juni 2009. Anschließend greift die jetzige Vereinbarung für weitere fünf Jahre. Vom Frühjahr 2008 an waren öffentlich wiederholt Vorwürfe gegen die Tierhaltung in beiden Zoos unter Leitung von Blaszkiewitz erhoben worden.

Der Zoo-Direktor hatte selbst in einer Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses eingeräumt, er habe im Tierpark Friedrichsfelde vor 17 Jahren vier kleine Katzen „durch artgerechten Genickbruch“ getötet. Vorwürfe über widerrechtlichen Handel mit einem offiziell nicht mehr tätigen internationalen Tierhändler und wegen der Vergabe von Tieren nach China wies er ebenso zurück wie wiederholte Rücktrittsforderungen.