Heute wolle der Regisseur mit Leonardo DiCaprio über eine weitere Rolle sprechen. Pitt würde den US-Leutnant Aldo Raine spielen, DiCaprio den Nazi-Deutschen Hans "The Jew Hunter" Landa. "Inglorious Bastards" lehnt sich an das Kriegsdrama "Ein Haufen verwegener Hunde" (1977) von Enzo Castellari an. Die Dreharbeiten sollen im Herbst in Deutschland und Frankreich stattfinden. Das Projekt entspricht der Vorliebe Tarantinos, vergessene Schundfilme wieder auszugraben. In "Jackie Brown" ging es um Blaxploitationfilme der Siebziger, in "Kill Bill" um das Martial-Arts-Kino, in "Death Proof" um krude Auto-Filme. Nachdem Tarantino beim Filmfestival in Venedig 2007 eine große Reihe mit Spaghettiwestern kuratiert hatte, folgt er nun seiner Zuneigung fürs Italo-Kino.
"Ein Haufen verwegener Hunde" wurde 1977 in den USA als "Inglorious Bastards" verliehen. Erzählt wird von Sträflingen und Deserteuren, die im Zweiten Weltkrieg auf eine Art Todeskommando geschickt werden. Als Deutscher Adolf Sachs trat damals Raimund Harmstorf auf. Das katholische Lexikon des Internationalen Films urteilt zielsicher: "Eine zynische Schießballade: Der Krieg als Abenteuer à la Italowestern".
An dem Remake arbeitet Tarantino schon länger. In Cannes kündigte er an, im nächsten Jahr den fertigen Film zu zeigen, was getrost ins Reich der Propaganda zu weisen ist, wenn nicht mal die Stars sicher sind. Im Internet kursieren lustige Besetzungsideen. Neben Pitt und DiCaprio werden auch Tom Cruise und Al Pacino als Goebbels genannt.
Pitt und Jolie waren erst im April von Hollywood nach Südfrankreich umgezogen. Über ihre Arbeitsteilung sagte Jolie kürzlich: "Brad und ich wechseln uns ab. Statt zu sagen 'Ich arbeite als nächstes' heißt es bei uns ,Du bist an der Reihe. Ich bleibe bei den Kindern'". Jolies neuer Actionfilm "Wanted" kommt im September in unsere Kinos.
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