Dass ein Betrieb mit 420 Mitarbeitern zur Chefin zieht, kommt eher selten vor. Susanne Moser, Geschäftsführende Direktorin der Komischen Oper, wird das bald erleben. Und zwar in dem Augenblick, in dem sie Intendantin wird: Sie wohnt in der Nähe des Savignyplatzes und das fußläufig zu erreichende Schiller-Theater wird für einige Jahre die Ersatzspielstätte des Opernhauses. Wobei das genaue Umzugsdatum mit ein paar Unwägbarkeiten verknüpft ist. Schließlich handelt es sich um ein Bauprojekt.
Die Generalsanierung ist schon länger im Gespräch. Mal sorgten ungeklärte Grundstücksverhältnisse für eine Verschiebung, mal fehlten die Mittel. Zuletzt war der Beginn im Sommer 2020 angepeilt worden. Aber auch, weil Intendanten Ausweichquartiere nicht sonderlich mögen, entschied sich die Politik, die millionenschwere Investition, von rund 227 Millionen Euro ist aktuell die Rede, nun zwei Jahre später anzupeilen. Immer unter der Voraussetzung, dass zu diesem Zeitpunkt das Schiller-Theater frei ist. Denn das nutzt momentan die Komödie am Kurfürstendamm, die ihrerseits auf die Fertigstellung der neuen Spielstätte wartet.


