Berlin

Gründercampus in Dahlem soll 2021 eröffnen

Projektentwickler haben das Gelände an der übernommen, um einen Ort zu schaffen, an dem sich Start-ups ansiedeln können.

Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe zur Freien Universität

Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe zur Freien Universität

Foto: Paul Zinken / dpa

Vor einem Jahr hatte das Abgeordnetenhaus den Weg frei gemacht für ein neues Technologie- und Gründungszentrum in Dahlem. Jetzt ist das Vorhaben einen Schritt weiter. Der Bezirk und die Wista-Management GmbH – eine Beteiligungsgesellschaft des Landes und Betreiber des Wissenschafts- und Technologieparks Adlershof – haben den städtebaulichen Vertrag für das Projekt an der Fabeckstraße unterschrieben. Damit kann auf dem Gelände des ehemaligen US-Militärkrankenhauses der zweitgrößte Gründungscampus nach Adlershof entstehen. 2021 soll er in Betrieb gehen.

Die Projektentwickler von Wista haben 2016 das 50.000 Quadratmeter große Gelände in unmittelbarer Nähe zur Freien Universität (FU) übernommen, um einen Ort zu schaffen, an dem sich Start-ups und junge Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Life-Science und Gesundheitswirtschaft sowie Informatik ansiedeln können. Der städtebauliche Vertrag legt fest, dass auf dem Gelände 60 Prozent der Betriebsfläche Gründern von Start-ups vorbehalten bleibt. Sie werden vor allem in das umgebaute Krankenhaus ziehen.

Junge Unternehmer sollen am Standort gehalten werden

Die übrigen 40 Prozent können bereits bestehende technologieorientierte Unternehmen nutzen. Dafür werden sechs neue Häuser auf dem Gelände von privaten Investoren gebaut. Der gesamte Standort firmiert unter dem Namen "Fubic", was für "Business and Innovation Center next to Freie Universität Berlin Campus" steht. Eines Tages sollen sich dort 60 bis 80 Unternehmen mit etwa 1000 Mitarbeitern ansiedeln.

2019 soll der Bau beginnen. Insgesamt 50 Millionen Euro stehen für das Projekt zur Verfügung, das zum Großteil aus dem Förderprogramm für die Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur kommt. Die Wista-Management GmbH wird das Gründungszen­trum betreiben. "Die FU ist unglaublich aktiv, was Gründungen angeht", sagt Geschäftsführer Roland Sillmann. Es sei wichtig, die jungen Unternehmer am Standort zu halten.

Jedes Jahr gebe es 25 Ausgründungen der FU, bestätigt Universitätspräsident Peter-André Alt. Deshalb sei er an schnellen Baufortschritten interessiert. Die Zeit bis zur Eröffnung werde er mit einem Gründerhaus im ehemaligen Präsidialamt an der Altensteinstraße überbrücken, das Anfang 2018 fertig ist.

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