Lieferdienstportal

Foodpanda liefert Essen weltweit

Das Lieferdienstportal ist jetzt in 23 Ländern am Start. Der Berliner Investor Rocket setzt mit Foodpanda in Schwellenländern auf Bewährtes.

Der zum Berlinet Internet-Investor Rocket Internet gehörende Lieferdienstvermittler Foodpanda ist in zwölf weiteren Ländern gestartet. Darunter in Russland, Ungarn, Ghana und Brasilien. Damit ist Foodpanda in mittlerweile 23 Ländern mit lokalen Marken aktiv, vor allem in Schwellenländern.

Lieferdienstportale wie Just Eat, Delivery Hero oder eben Foodpanda setzen darauf, dass immer mehr Menschen Essen über das Internet statt per Telefon bestellen. Die Portale listen Restaurants und Lieferdienste in der Umgebung auf, bei denen die Kunden dann online bestellen können. Für die Vermittlung erhalten sie von den Restaurantbetreibern eine Provision. Das Geschäft gilt als lukrativ.

Investitionen in den aufstrebenden Märkten erscheinen Rocket Internet vielversprechender, als sich in die Kaempfe um Marktanteile in Westeuropa zu verwickeln. Gleichwohl wird Foodpanda in einigen Märkten auf den schnell wachsenden Berliner Lieferservice-Konkurrenten Delivery Hero (in Deutschland: Lieferheld) treffen. Darunter in Russland, Polen und Mexiko.

Rocket, die Geldsammelmaschine

Delivery Hero gilt mit einem eingesammelten Kapital von 80 Millionen Euro als eines der bestfinanzierten Start-ups Berlins. Zudem hat Just Eat im vergangenen Jahr von Investoren rund 65 Millionen Dollar für seine Expansionsplaene erhalten.

Allerdings ist Rocket ("Zalando") die Geldsammelmaschine schlechthin. Im vergangenen Jahr sollen die Samwer-Brueder bei internationalen Investoren eine Dreiviertel Milliarde Dollar für Internetprojekte weltweit eingesammelt haben. Derzeit wirbt Rocket für Investitionen in Foodpanda. Soll doch Foodpanda-Mitgründer und Global Managing Director Ralf Wenzel das Portal in weiteren Märkten an den Start bringen. Gesteuert werden die Foodpanda-Geschäfte von Berlin aus.

Die Foodpanda-Expansion könnte zudem einer weiteren Rocket-Beteiligung Schub geben, mutmaßt das Branchenmagazin "Techchrunch": Payleven, Anbieter mobiler Bezahlsysteme.