Wie können wir Flüchtlingen helfen? Das fragen sich gerade viele Politiker oder Organisationen. Denn man hört viel über Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen – zum Beispiel, weil dort Krieg herrscht. Doch auch jeder von uns kann eine Menge tun, um diesen Menschen ein wenig zu helfen.

Wenn du Lust hast, etwas zu unternehmen, dann versuche dir zuerst vorzustellen: Wie geht es Flüchtlingskindern wohl – was brauchen sie? „Kinder verstehen oft besser als Erwachsene, wie es anderen Kindern geht“, sagt Rudi Tarneden. Er arbeitet für das Kinderhilfswerk Unicef. Dann kannst du vielleicht in der Schulklasse oder mit Freunden über das Thema reden. Zusammen könnt ihr überlegen: Was wollen wir machen?

„So gibt man ihnen das Gefühl: Wir halten zusammen“

Auch in Deutschland sind viele Flüchtlinge. Vielleicht wohnen welche sogar in eurer Nähe? Ihr könntet sie mal einladen, zum Beispiel zu einem Weihnachtskonzert oder zu einer Ausstellung in der Schule. „So gibt man ihnen das Gefühl: Wir halten zusammen“, sagt Rudi Tarneden.

Vielleicht wollt ihr auch eine Aktion starten. Zum Beispiel: Plätzchen für Flüchtlinge backen. Die Plätzchen könntet ihr an einen Basar geben oder auf einer Schulfeier verkaufen – und das Geld spenden. Wohin, überlegt ihr am besten zusammen mit einem Lehrer oder mit euren Eltern.

Wenn ihr Flüchtlinge in der Nähe habt, könnt ihr auch gemeinsam mit Erwachsenen hinfahren und fragen: Was braucht ihr? Vielleicht altes Lego-Spielzeug oder auch Hefte und Stifte? „Auch Kinder, die fliehen mussten, wollen lernen und spielen“, sagt Rudi Tarneden.

Wenn ihr Flüchtlingen in anderen Ländern helfen wollt, ist es oft am besten, Geld zu spenden. Denn Helfer wollen zum Beispiel dafür sorgen, dass alle Kinder in Flüchtlings-Camps dasselbe bekommen. Sonst wäre es ja unfair. Du könntest also zum Beispiel deinen Eltern vorschlagen: Schenkt mir in diesem Jahr nicht so viel zu Weihnachten – spendet dafür ein bisschen Geld für Flüchtlinge, etwa in Syrien. Sucht gemeinsam mit euren Eltern nach einer Organisation, die ihr für passend haltet. „Selbst kleine Beiträge können etwas verändern“, sagt Rudi Tarneden.

dpa