Wer gern Halloween feiert, grübelt schon jetzt: Wie verkleide ich mich bloß? Schließlich geht es am Abend und in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November darum, gruselig auszusehen.
Viele Kinder ziehen in ihrer Nachbarschaft von Haus zu Haus und klingeln. Denn sie möchten unbedingt eines: Süßigkeiten!
Wer nichts Süßes gibt, dem spielen sie manchmal einen Streich: Sie sprühen einen Klecks Rasierschaum auf die Türklinke oder streuen Konfetti auf die Fußmatte.
Schließlich heißt es ja: „Süßes oder Saures!“
Woher das Fest stammt, weiß man übrigens nicht so genau. Manche Experten glauben, dass die Idee uralt ist. Sie soll von den Kelten stammen.
Das waren Völker, die vor langer Zeit in Europa lebten. Sie feierten am Ende des Sommers ein Fest, das sich um Tote drehte. Doch es gibt auch Fachleute, die das mit der Halloween-Idee anders sehen.
Halloween in Deutschland
Sie vermuten, dass das Fest nicht uralt ist und von den Christen stammt. Denn der Name erinnert an ein Kirchenfest: an Allerheiligen. Allerheiligen ist immer am 1. November. Manche glauben, dass man dazu früher „All Hallows Evening" sagte. Übersetzt heißt das so viel wie: der Abend vor Allerheiligen oder Abend aller Heiligen. Beim schnellen Aussprechen wurde dann wohl Halloween draus.
Bei uns in Deutschland gibt es Halloween noch nicht so lange wie in anderen Ländern. Es wurde erst viel später cool, das Fest zu feiern. Und seitdem gibt es allerhand Gruseliges zu kaufen – um sich zu Verkleiden oder auch, um Haus, Wohnung und Garten zu schmücken. Viele basteln aus Kürbissen leuchtende Gruselfratzen. Aber man kann auch viele andere Dinge basteln. Zum Beispiel ein Gruselzimmer im Guckkasten...
Ein verlassenes Schloss mit einem gruseligen Garten. Spinnweben hängen von der Decke und ein Geist huscht vorbei. So eine Gruselwelt kannst du in einem Karton bauen. Das nennt man auch Guckkasten. „Damit der Schuhkarton zu einem Guckkasten wird, brauchst du nicht viele Sachen“, sagt Gyöngyi Seres. Sie leitet Bastelkurse in Berlin. Du kannst fertige Gruselfiguren verwenden oder dir welche basteln.
Wie wäre es mit einem Schlosszimmer?
Zuerst solltest du dir überlegen, was du bauen willst. Ein schauriges Schlosszimmer? Wie sieht das aus? Es stehen alte Möbel darin. „Wenn du Streichholzschachteln mit einem Pinsel und Wasserfarbe braun anmalst, sehen sie aus wie Schränke“, sagt die Bastel-Expertin.
Eine Treppe wäre noch gut. Dafür brauchst du ein Stück Tonkarton. Daraus schneidest du einen Streifen ab. „Dann falten wir den Streifen wie einen Fächer, damit man ihn am Ende auseinanderziehen kann wie eine Ziehharmonika“, erklärt die Fachfrau. Die Treppe klebst du mit Bastelkleber außen an der Schachtel und am Boden fest.
Aber wie wird der Raum richtig gruselig? Genau: Mit Gruselfiguren! „Wenn eine der Figuren von der Decke hängen soll, geht das am besten mit einem Holzspieß“, empfiehlt die Expertin. Den Spieß legst du einmal quer über den Karton. Damit er hält, schneidest du oben in die Kanten des Kartons kleine Kerben. Dort legst du den Spieß hinein.
Spinnweben dürfen nicht fehlen
Damit er an den Seiten nicht übersteht, bitte einen Erwachsene, die Enden zu kürzen. Fest geklebt hält er noch besser. Mit einem dünnen Faden hängst du nun eine Figur an den Holzspieß, zum Beispiel ein Gespenst. Jetzt sieht es aus, als ob die Figur durch den Raum schwebt.
„Wir hängen Garn locker durch den Raum und machen daraus Spinnweben“, sagt die Expertin. Du kannst auch Watte benutzen. Nun sieht das Zimmer richtig gespenstisch aus. Zum Schluss schneidest du noch ein Loch in die schmale Seite des Kartons. Und nun: Deckel drauf!
Durch das Loch schaust du herein. Ist es noch zu dunkel im Zimmer? Dann stichst du einfach mit der Schere auch in die Seite des Kartons ein paar Löcher. Fertig ist dein Gruselkasten – aber nicht erschrecken!
dpa/bk


