Im Mauerpark in Berlin sind viele Spaziergänger unterwegs. Nebenan auf dem Flohmarkt herrscht ein großes Gewusel. Auf der Straße dorthin kommen viele Leute vorbei.
Am Rand auf einer kleinen Mauer sitzt Matti mit einem ungewöhnlichen Musikinstrument. Das sieht ein bisschen aus wie ein Ufo mit sieben Fenstern. Beim Spielen erinnert es an eine Trommel.
Das Teil ist aber keine Trommel. Es ist ein Blechinstrument und heißt Handpan. Diese geht auf ein Instrument zurück, das von Leuten aus der Schweiz erfunden wurde. Matti benutzt vor allem seine Finger, um darauf zu klopfen.
Dadurch entstehen ruhig klingende Töne, die lange nachhallen. Mal sind Mattis Hände über Kreuz. Mal spielt eine Hand die rechten Ton-Felder und die andere die auf der linken Seite.
„Ich hab das Instrument zum ersten Mal in Spanien gesehen. Bei einem, der in einem Park gespielt hat. Dann hat er mich auch mal spielen lassen“, erzählt der Musiker. „Es hat direkt geklappt.“
Daraufhin hat Matti sich auf die Suche nach einer eigenen Handpan gemacht und jemandem das Instrument abgekauft. Das ist jetzt über drei Jahre her.
Ein Instrument für das Gefühl und das Gehör
„Die Handpan ist ein Instrument, das man nach Gefühl und Gehör spielt“, sagt der junge Musiker. Zum Spielen geht der Musiker meist auf die Straße oder in Parks. Dann setzt er sich irgendwohin und fängt einfach an.
Er spielt aber auch gern in den Übergängen von U-Bahn-Höfen. „Weil da die Akustik, also der Klang, ganz toll ist“, sagt er.
Sonntags kommt Matti oft zu dem Flohmarkt: „Ich kam auch schon mal an, und es warteten schon Leute“. Viele Menschen sind fasziniert, wenn sie die Handpan sehen und ihn spielen hören.
Auf der Straße zu musizieren, findet Matti toll, weil ganz verschiedene Menschen seinem Spiel zuhören: „Sie alle treffen durch Zufall auf das Instrument und auch auf den Künstler. Sie müssen nicht extra Tickets für ein Konzert kaufen.“
dpa


