Coole Surfer, die auf ihren Brettern scheinbar über die Wellen tanzen. Das kennen viele von Euch aus dem Urlaub. Oder weil ihr selber schon surft. Einen Drachen steigen lassen, das kennen auch die meisten von Euch. Es ist ein Heidenspaß!

Warum also nicht zwei so tolle Dinge einfach zusammen machen? Klar, das geht – in Berlin, auf dem Tempelhofer Feld zum Beispiel, kann man die „Trockenversion“ vom Kitesurfen bewundern: Das heißt dann „Kitelandboarden“ und ist die perfekte Lösung für Kitesurfer, die nicht nahe am Wasser wohnen.

Tollkühne Luftsprünge

Beim Kitelandboarden hängen die Surfer schräg über dem Asphalt oder der Wiese. Sie stehen auf Brettern mit Rollen darunter und halten sich an einer Stange fest. Daran ist ein Lenkdrachen an einer langen Schnur festgemacht. Der Wind „zieht“ sie dann also und wer schon richtig gut ist, der kann sich in die Luft heben lassen und tollkühne Sprünge machen. Genau so sausen auch die Kitesurfer über das Meer. Kite ist das englische Wort für Drachen.

Auf der Nordsee bei dem Ort St. Peter-Ording kann man ganz besonders gut kitesurfen. Der Wind ist perfekt für die rasante Wasser-Variante dieses schnellen Sports. Surfen, dabei einen Drachen steigen lassen und dann auch noch fliegen: Jan-Philipp ist einer von den tollen Jungs, die das alles gleichzeitig können. Er ist Kitesurfer.

Jan-Philipps Liebe zum Kitesurfen

Auf der Nordsee hat er gerade bei einem wichtigen Wettkampf mitgemacht. Jan-Philipp hat als jüngster Teilnehmer beim „Kitesurf World Cup“ vor St. Peter-Ording mitgemacht. Jan-Philipp ist 14 Jahre alt, wohnt im Norden Deutschlands und surft seit dreieinhalb Jahren. Hier erzählt er, wie er das „Drachen-Surfen“ gelernt hat. Und natürlich auch, warum es ihm so viel Spaß macht.

Kinderpost: Was findest du am besten beim Kitesurfen?

Jan-Philipp: Das Fliegen macht am meisten Spaß. Wenn man mit dem Brett hochspringt. Manche finden das richtig leicht, anderen fällt das schwer.

Kinderpost: Wie bist du zum Kitesurfen gekommen?

Jan-Philipp: Meine Eltern sind früher schon gesurft. Die haben auch mit dem Kiten angefangen. Als ich es bei ihnen gesehen habe, wollte ich das auch lernen. Mein Vater hat es mir beigebracht. Mein kleiner Bruder kann es auch.

Kinderpost: Wie oft in der Woche stehst du auf dem Brett?

Jan-Philipp: So oft es geht. Es kommt darauf an, wie das Wetter ist. Wenn Wind ist, mache ich meine Hausaufgaben schnell fertig und dann will ich ab aufs Meer. Von meinem Zuhause bin ich in 20 Minuten am Wasser.

Kinderpost: Hast du dir schon mal wehgetan?

Jan-Philipp: Ja, letztes Jahr am Knie. Und vor zwei Jahren habe ich mich am Ohr verletzt. Das musste genäht werden. Man muss gut aufpassen. Aber dass man mit einem anderen Surfer zusammenstößt, kommt nicht so oft vor. Es gibt Vorfahrtsregeln.

Kinderpost: Wie lief es bei dem Wettkampf für dich?

Jan-Philipp: Am Mittwoch beim Slalomfahren bin ich im Finale auf den achten Platz gekommen.

dpa/bk