Kinder haben Rechte – überall auf der Welt! Dafür setzen sich die Unicef-Juniorbotschafter ein. Auch die Schüler der Lietzensee- Grundschule gehören dazu. Seit drei Jahren setzen sie sich mit Projekten für die Kinderrechte ein. In diesem Jahr haben sie es beim deutschlandweiten Wettbewerb um den Titel JuniorBotschafter 2013 des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen auf den zweiten Platz geschafft.

Die Charlottenburger Schüler finden es wichtig, sich für andere Kinder einzusetzen. Und haben festgestellt, dass sie mit ihrem Anliegen auch gehört werden.

Aktionen für sauberes Trinkwasser

„Hier in Deutschland werden die Kinder einfach ernster genommen als in manchen anderen Ländern“, sagt Carl (9). „Es ist toll, dass wir in so einem gerechten Land leben.“ Das Recht auf eine eigene Meinung, auf gute Bildung und auf eine Familie zählen für die Berliner Schüler zu den wichtigsten Kinderrechten. In anderen Ländern geht es auch ums Überleben - in Afrika zum Beispiel sterben viele Kinder, weil sie kein sauberes Trinkwasser haben.

Die Lietzensee-Schüler hatten sich mit ihren Religionslehrerinnen Petra Lakatos (ev.) und Ursula Tappert (kath.) darüber Gedanken gemacht und waren überrascht darüber, wie viel Wasser wir verbrauchen, ohne darüber nachzudenken. Im täglichen Bedarf zu Hause aber auch bei der Herstellung von Lebensmitteln und anderen Dingen. Darauf wollten sie aufmerksam machen. Sie beschlossen, unterschiedlich lange Wollfäden zu weben. Die sollten zeigen, wie unterschiedlich lang die Lebensfäden eines jeden Kindes sind. Aus den Fäden entstand schließlich eine 4,5 Kilo schwere Wolldecke.

Spenden sammeln und Leute aufklären

Doch das war nicht die einzige Aktion. Bevor das bunte Kunstwerk fertig wurde, wickelten sie die Lebensfäden um ein Brückengeländer und sprachen Menschen auf der Straße an, um sie über die Probleme mit dem Trinkwasser und über unseren Wasserverbrauch aufzuklären und Spenden zu sammeln. Auch wer kein Geld spenden kann, kann sich beteiligen und zum Beispiel täglich im Haushalt Wasser sparen, erläutern die Schüler. Es wird auch sehr viel Wasser für die Herstellung von Klamotten verbraucht. Man sollte also lieber gute Kleidung kaufen, die dann auch lange hält.

Es sei am Anfang nicht immer so einfach gewesen, fremde Leute anzusprechen. Aber irgendwann ging es dann, erzählen die Kinder, die viel Zeit in ihre Aktionen gesteckt haben. „Auch wenn das manchmal anstrengend war – JuniorBotschafter zu sein macht Spaß“, sagt Patrizia (12). Und ist auch eine große Verantwortung, findet Emily (11): „Ich werde mich auf jeden Fall weiter für Kinderrechte einsetzen. Es ist einfach wichtig, dass alle Kinder Rechte haben. Ich denke, dass immer mehr Menschen das Thema ernst nehmen werden.“

JuniorBotschafter werden

Informationen darüber, wie man JuniorBotschafter werden kann und welche Projekte andere Kinder sich ausgedacht haben, gibt es im Internet unter www.younicef.de

gs