Riesige Gletscher bedecken die Erde, zottelige Wollhaarmammuts kämpfen sich durch Schneestürme. Menschen in dicken Tierfellen stapfen durch den Schnee: So stellen wir uns die Eiszeit vor.

Solche Winter gab es bestimmt, und die Erde war wirklich von riesigen Gletschermassen bedeckt. Aber dazwischen gab es immer wieder Sommer. Dann taute der Schnee in vielen Gebieten auf, es wurde bis zu zwölf Grad warm! Das ist nicht so warm wie heute im Sommer, aber auch nicht eiskalter Winter. So konnten Pflanzen wachsen, die Tiere hatten was zu fressen - die Menschen fanden Tiere zum Jagen.

Übrigens : Was ist dann eine Eiszeit? Wissenschaftler sprechen von einer Eiszeit, wenn Nordpol und Südpol gefroren sind. Das bedeutet, dass wir auch heute in einer Eiszeit leben, oder? Nicht ganz. Wir leben in einer kurzen Warmzeit mitten in einer Eiszeit. Die letzte große Kaltphase in dieser Eiszeit war die Würm-Eiszeit (das ist etwa 115 000 bis 10 000 Jahre vor heute). Dann begann die Warmzeit, das Holozän, in dem wir uns noch immer befinden.

Text von Ulrike Berger aus dem Buch: "Wie entdeckte der Mensch das Feuer? Verblüffende Antworten über die Steinzeit" (Reihe: Was Kinder wissen wollen, Velber Verlag, 45 Seiten, 10,90 Euro)