In der Langen Nacht der Museen waren in Berlin etwa 20.000 Kulturinteressierte unterwegs. Rund 80 Häuser öffneten am Sonnabend von 18 Uhr bis 2 Uhr ihre Türen. Mit 6050 Besuchern war das Neue Museum nach Angaben des Veranstalters Kulturprojekte Berlin der Spitzenreiter. Auch das Pergamonmuseum, das Alte Museum, das Alte Historische Museum und das Zoo-Aquarium sahen sich jeweils mehr als 3000 Menschen an.

Alle Museen berichteten von deutlich mehr Besuchern unter 30 Jahren als in vergangenen Jahren. Zudem seien die kleineren Museen beliebter gewesen. Neu dabei waren unter anderem das Trabi Museum, das Museum in der Kulturbrauerei und der „me Collectors Room“ – eine Ausstellungsfläche für internationale, private Kunstsammlungen.

Zum ersten Mal fand die Lange Nacht am Vorabend des Internationalen Museumstages statt. Es gab ein Einheitsticket, das an beiden Tagen galt. Unter dem Motto „Sammeln verbindet“ hatten am Sonntag rund 90 Museen geöffnet, in einigen gab es Sonderveranstaltungen. Das Alliiertenmuseum etwa öffnete auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof zum ersten Mal sein Depot für Großobjekte. Dazu gehörten Fahrzeuge und Fluggeräte aus dem Kalten Krieg. In der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde sollten Berliner Zeitzeugen Erinnerungsgegenstände präsentieren und von ihrer Flucht und Ausreise aus der DDR erzählen.

dpa/jkw