Reiseverkehr

Unternehmer wollen zweite Fernbusstation für Berlin

Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Messe sollen mehr Haltestellen gebaut werden. Den Busunternehmen genügt das jedoch. Sie haben einen Vorschlag, der weiterreicht.

Foto: Stephanie Pilick / dpa

Die Busunternehmer plädieren für eine zweite Fernbusstation in Berlin – am Ostbahnhof in Friedrichshain. Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Funkturm in Charlottenburg sei zu klein. „Er stößt an seine Grenzen“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), Wolfgang Steinbrück. Es sei schon heute schwierig, den Verkehr dort zu bewerkstelligen. „Auch für die Kunden ist es kompliziert, den richtigen Bus zu finden.“

Steinbrück schlug deshalb vor, in der Nähe des Ostbahnhofs einen zweiten Busbahnhof entstehen zu lassen. „Man muss ja nicht beide verbinden, sie könnten beide autark arbeiten“, sagte er. Die Unternehmen könnten dann auswählen, welche der beiden Terminals sie anfahren.

Aus Sicht des Verbandes müsste der Berliner Senat die Kosten eines zweiten Busbahnhofs übernehmen. Bei den Firmen, die neue Fernbuslinien aufgebaut hätten, seien „die Margen so eng, dass man nicht noch an Investitionen denken kann“. Die Politik habe den Boom mit der Freigabe des Marktes Anfang 2013 hervorgerufen. Nun müssten die Städte auch etwas unternehmen. Steinbrück erinnerte daran, dass etwa die Hälfte der rund neun Millionen Fahrgäste in Deutschland im vergangenen Jahr von und nach Berlin gefahren seien.

In diesem Jahr werden rund 150.000 An- und Abfahrten am ZOB erwartet. Bis 2012 waren es pro Jahr lediglich bis zu 65.000. Deshalb sind dort bereits neue Haltestellen geplant.