Wenn die Welthandelsorganisation bekannt gibt, dass sie sich auflösen und in einer neuen Funktion künftig für Bedürftige einsetzen will, oder der Chemiekonzern „Dow Chemical“ volle Verantwortung für das Bhopal-Unglück übernimmt und den Familien der Geschädigten 12 Milliarden Dollar verspricht, könnten dahinter die „Yes Men“ stecken.
Seit über zehn Jahren spielen die beiden New Yorker – die sich Andy Bichelbaum und Mike Bonanno nennen – Unternehmen und Organisationen Streiche, indem sie sich als ihre Sprecher ausgeben und mit satirisch überzogenen Mitteilungen an die Öffentlichkeit treten. Immer mit dem Ziel Aufmerksamkeit zu schaffen.
Die „Yes Men“ sind Großkonzern-Gegner, Klimaschutz-Aktivisten und Filmemacher („The Yes Men fix the World). Zur Eröffnung von Media Convention und re:publica halten sie die Keynote (Dienstag, 10 Uhr, Station, Luckenwalder Straße 4–6, Bühne 1). Der 43-jährige Igor Vamos ist Professor für Medienkunst am Rensselaer Polytechnischen Institut in Troy, New York. Jacque Servin wird mit Science-Fiction-Autor angegeben.


