Schröder wird am Montag 70 Jahre alt. Unter den Gästen waren unter anderem Parteichef Sigmar Gabriel, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Ex-Parteichef Franz Müntefering und Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne).

Gabriel würdigte Schröder als einen „der ungewöhnlichsten sozialdemokratischen Politiker“. Niemand anderes sei in der Lage gewesen, Helmut Kohl abzulösen. Gabriel lobte auch den Mut Schröders, der immer wieder Wagnisse eingegangen sei. „Bei allem was er getan hat, ist er aufs Ganze gegangen. Für sich, für die SPD, aber auch für das Land.“ Schröder habe „wirklich Großartiges geleistet“, so Gabriel. Schröder äußerte anschließend „tiefe Dankbarkeit“ für die SPD. „Die Partei ist, auch wenn wir Streit hatten, immer mein Zuhause.“ Er habe sich aber vorgenommen, sich bei der Kommentierung der aktuellen Politik zurückzuhalten, betonte er.

Mit Blick auf Schröders Regierungszeit 1998 bis 2005 bilanzierte der ehemalige SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter in der Berliner Morgenpost das Wirken des Altkanzlers. Er glaube demnach nicht, dass die Macht Schröder mit den Jahren verändert habe. „Er war schon immer so“, sagte Benneter. Schröder sei mit der Zeit höchstens „noch entscheidungsfreudiger geworden“. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke würdigte ebenfalls die Verdienste seines Parteifreunds. In der Innenpolitik habe Schröder als Regierungschef „staatsmännischen Mut“ bewiesen, erklärte Woidke.

BM