Allergiker leiden in Berlin in diesem Jahr ungewöhnlich früh und stark unter Birkenpollen. Bereits am 22. März seien in Dahlem 56 Pollen pro Kubikmeter Luft gezählt worden, teilten Meteorologen der Freien Universität am Mittwoch mit. Das sei der zweitfrüheste Pollenflug seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 30 Jahren. Nur im Jahr 1990 – damals am 20. März – hätten die Birken noch früher geblüht.

Am kommenden Wochenende müssen Allergiker bei wärmeren Wetter mit stark steigenden Konzentrationen beim Birken-Blütenstaub rechnen. Im vergangenen Jahr begann der Pollenflug wegen des langen und kalten Winters erst am 18. April.

Der frühe Beginn des Pollenflugs wurde den Angaben zufolge bereits durch einen recht warmen Monat Februar begünstigt: Die Durchschnittstemperatur lag bei 5,1 Grad Celsius, das war 4,6 Grad zu warm. Zudem erreichten die Höchstwerte oft 10 bis 14 Grad, nur in sieben Nächten habe es leichten Frost gegeben.

„Anfang März kam dann der Frühling mit rasanten Schritten“, erklärte Meteorologe Thomas Dümmel. „Die Hochdruckgebiete Helmut und Ingo bescherten uns viel Sonnenschein und Temperaturen bis zu 20 Grad.“ Gut eine Woche hielt die milde und sonnenreiche Witterung an, die für den Monat März sehr ungewöhnlich ist. So wird auch die Durchschnittstemperatur des Monats März voraussichtlich um vier Grad zu hoch ausfallen. Durch diese überdurchschnittlich warmen Monate konnten in sehr geschützten oder sonnenexponierten Lagen schon Birken zur Blüte gelangen und ihre allergenen Pollen ausstäuben, wie Thomas Dümmel weiter erläuterte. dpa/alu