Mit 100 Tier-Kadavern haben Tierschützer am Dienstag vor dem Brandenburger Tor in Berlin-Mitte gegen die Fleisch-Industrie protestiert.

Bei der als Mahnwache aufgezogenen Aktion der Tierrechtsorganisation Animal Equality (deutsch: Gleichberechtigung der Tiere) hielten 100 Aktivisten tote Hühner, Ferkel, Lämmer, Küken und Fische in der Hand. Die Tiere stammten nach Angaben von Animal Equality allesamt aus Kadavertonnen der Tierindustrie und stünden stellvertretend für jährlich mehrere Millionen getöteter Lebewesen der industriellen Tierproduktion. Hauptursache für ihr Leiden und Sterben sei der Konsum tierischer Produkte durch den Menschen.

Die Aktion solle verdeutlichen, dass Tiere keine Produkte sondern empfindsame Lebewesen mit einem Recht auf Leben sind, sagte Martin Meingast von Animal Equality. „Viele Menschen realisieren gar nicht, dass das, was auf ihren Tellern liegt, einmal ein Lebewesen war, das genauso in der Lage ist Glück, Trauer, Schmerz und Freude zu empfinden wie sie selbst. Daran möchten wir mit dieser Aktion erinnern.“

Die Tierschutzorganisation veranstaltet regelmäßig ähnliche Proteste in verschiedenen europäischen Städten.

epd/dpa/sei