Wie am 25. Februar 1989 bekannt wurde, sind alle 18 DDR-Bewohner, die im September 1988 die dänische Botschaft in Ost-Berlin für 16 Stunden besetzt hielten, in die Bundesrepublik Deutschland ausgereist. Die Besetzer – je sieben Männer und Frauen sowie vier Kinder aus Ilmenau in Thüringen – hatten die dänische Botschaft vom Mittag des 9. September bis in die frühen Morgenstunden des 10. September 1988 besetzt, um die sofortige Ausreise in den Westen zu erzwingen.

Nach 16-stündigen, festgefahrenen Verhandlungen mit den DDR-Behörden hatte das dänische Botschaftspersonal die Besetzer mithilfe von Volkspolizisten gegen drei Uhr früh aus dem Gebäude gedrängt. Die sieben an der Besetzung beteiligten Männer wurden wenig später zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt, die Frauen und Kinder durften sofort in ihren Heimatort Ilmenau zurückfahren.