Ein 25 Jahre alter Drogenhändler hat vor dem Berliner Landgericht ein Geständnis abgelegt und dabei auch seinen mutmaßlichen Lieferanten offenbart.

Er habe sich „dummerweise auf den Handel mit Heroin eingelassen“, hieß es in einer am Mittwoch von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung. Mit dieser Vergangenheit wolle er brechen und nun bei der Aufklärung der Taten helfen.

In 24 Fällen hatte der Angeklagte aus Berlin-Wedding zwischen Juli und August 2013 Heroin an sogenannte Zwischenhändler verkauft. Dabei habe er sich eines telefonischen Bestellsystems bedient, gab er zu. Für 21 Euro pro Gramm habe er das Rauschgift angekauft, dann gestreckt und in Mengen von bis zu 150 Gramm an Abnehmer veräußert.

Berliner Drogenfahnder hatten unter anderem über Telefonüberwachungen belastende Indizien gegen den Angeklagten gesammelt. Demnach handelte er im Tatzeitraum mit rund 2,2 Kilogramm Heroin. Mitte August 2013 wurde er festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. In seiner Aussage vor Gericht benannte er seinen Lieferanten sowie die Abnehmer.

Der Prozess wird fortgesetzt.

dpa/sei