Eine Einbruchserie in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Havelland beschäftigt die Polizei. Besonders betroffen sei in Teltow das Büro eines Finanzunternehmens, teilten die Ermittler am Sonntag mit. Dort entstand nach ihren Angaben ein Sachschaden von rund 10.000 Euro, als unbekannte Täter in der Nacht zum Sonnabend sämtliche Bürotüren aufhebelten. Was die Diebe gestohlen haben, war zunächst unklar.
Zudem meldeten sechs Hausbesitzer Einbrüche bei der Polizei. Es wurden Schmuck und Unterhaltungselektronik gestohlen. Ähnlich erging es Hausbesitzern im Kreis Havelland.
Die Regionen im Berliner „Speckgürtel“ werden laut Polizei besonders häufig von Einbrechern heimgesucht. Im ersten Halbjahr 2013 registrierten die Kriminalisten im Landkreis Potsdam-Mittelmark knapp 1960 Fälle; im Havelland waren es mehr als 1840. Häufiger war landesweit nur Potsdam mit knapp 2260 Fällen betroffen.
Landesweit verbuchte die Polizei in den vergangenen Monaten einen weiteren Anstieg von Einbruchsdiebstählen. Im ersten Halbjahr 2013 (25.841 Fälle) stieg ihre Zahl laut Polizeipräsidium um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2012: 23.501). Laut Ermittler suchen die Täter zunehmend Dienst- und Bürogebäude auf. Ebenfalls beliebt seien Boden- und Kellerräume.
Auch in Brandenburg/H. wurde eingebrochen - bei einer Pfarrersfamilie. Die unbekannten Täter stahlen bereits in der Nacht zum Freitag in dem Wohnhaus Bargeld aus einer Geldkassette der Kirchengemeinde, teilte die Polizei am Sonntag mit. Außerdem entwendeten sie eine Geldbörse und mehrere Elektrogeräte. Wie hoch der Schaden insgesamt ist, konnte die Polizei noch nicht sagen. Die Bewohner des Hauses im Ortsteil Plaue schliefen währenddessen. Sie bemerkten den Einbruch erst am Morgen.
dpa/alu

