Von dem millionenfachen Identitätsdiebstahl bei E-Mail-Konten im Jahr 2013 ist auch die Berliner Polizei betroffen gewesen. „Zwei unserer E-Mail-Adressen, die auf ,@polizei.berlin.de’ enden, waren dabei. Das hat die Prüfung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ergeben“, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Freitag der Berliner Morgenpost.
Das BSI hatte – mit mehrmonatiger Verzögerung – im Januar 2014 gemeldet, dass bundesweit 16 Millionen gestohlene Datensätze in sogenannten Botnetzen entdeckt wurden, und hatte einen Sicherheits-Check angeboten. Bei Botnetzen handelt es sich um riesige Netzwerke gehackter Rechner, die Kriminelle in die Lage versetzen, Spam oder Schadprogramme an PC-Benutzer zu versenden.
Vorsorglich sollen nun 20.000 Bedienstete der Polizei ihre Mail-Adressen mit neuen Passworten versehen. Dazu seien sie durch ein Schreiben des Landeskriminalamtes aufgefordert worden, so Thomas Neuendorf weiter. Das neue Passwort dürfe weder Teile der Personalnummer noch des Vor- oder Nachnamens des Nutzers enthalten.
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