Die für Februar 2014 geplanten Streiks der angestellten Lehrkräfte werden verschoben. Am Montagabend folgte der Landesvorstand der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW) in Berlin der entsprechenden Empfehlung der Tarifkommission der angestellten Lehrkräfte.
Die GEW beruft sich auf die Gespräche zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und der GEW zu einer Entgeltordnung für Lehrkräfte , die Anfang Dezember begonnen haben und im Januar und März fortgeführt werden sollen.
„Wir räumen diesen Verhandlungen soviel Ernsthaftigkeit ein, dass wir uns jetzt vor Weihnachten entschieden haben, die geplanten Streiks im Februar zu verschieben“, sagte die Berliner GEW-Vorsitzende Doreen Siebernick. Finanzsenator Nußbaum habe nun Zeit, sich in die Verhandlungen einzubringen. Nußbaum hatte zuvor stets betont, dass die TdL für Tariffragen zuständig sei.
Die Gespräche mit der TdL seien aber ausschließlich dem Druck der Berliner Streiks zu verdanken. Die 17 Streiktage der angestellten Lehrkräfte, zuletzt am 4. und 5. Dezember 2013, hätten gezeigt, dass die GEW jedes Mal 2.500 Menschen mobilisieren kann.
Weitere Streiks nicht ausgeschlossen
Sollte sich bis zum März herausstellen, dass keine tragbare Verhandlungsplattform gefunden wurde, behält sich die GEW weitere Streiks vor.
Die GEW fordert für die angestellten Lehrer einen eigenen Berliner Tarifvertrag und die gleiche Bezahlung wie für die verbeamteten Kollegen. In Berlin gibt es fast 9000 angestellte und etwa 20.000 verbeamtete Lehrer. Seit 2004 kommen junge Pädagogen nicht mehr in den Beamtenstatus. Nach GEW-Berechnungen bekommen sie in 40 Dienstjahren bis zu 230.000 Euro netto weniger als verbeamtete Kollegen.
kö/ap





