Fantasy-Fans

Hobbit-Europapremiere – Mittelerde-Manie am Potsdamer Platz

Auch wer kein Fantasy-Fan ist, bekam am Sony Center die Aufregung vor der Europapremiere des neuen „Hobbit“-Films zu spüren: Seit dem Morgen war die Straße teilweise gesperrt, Fans warteten bereits.

Bilbo, Gandalf und seine Freunde haben am Montagmorgen die Berliner Autofahrer verärgert: Mit einer einspurigen Sperrung der Potsdamer Straße und Hunderten von Fans nahm der Tag der Europapremiere von "Der Hobbit – Smaugs Einöde" seinen Lauf. Am Abend fand im Sony Center die Erstaufführung des zweiten Teils der Verfilmung von J.R.R. Tolkiens' Saga "Der Kleine Hobbit" statt.

Die ersten Anhänger der Fantasy-Trilogie postierten sich bereits in der Nacht zu Montag, ausgerüstet mit Decken und Schlafsäcken, am Sony Center, um ihren Idolen, darunter Regisseur Peter Jackson und die Darsteller Martin Freeman, Richard Armitage, Evangeline Lilly, Luke Evans, Benedict Cumberbatch und Sylvester McCoy am Abend ganz nah sein zu können. Viele der Fans aus ganz Deutschland und sogar den USA und Großbritannien trugen Kostüme der Charaktere aus Mittelerde, dem fiktiven Schauplatz des "Herr der Ringe"-Vorläufers und kamen eben als Hobbit oder Zauberer Gandalf zum Premierenspektakel.

Den Mittelpunkt des Sony Centers schmückte ein riesiger Drachenkopf: Im Film müssen Hobbit Bilbo und seine Freunde sich gegen den Drachen Smaug durchsetzen, der seinen Goldschatz gegen die Interessenten aus Mittelerde erbittert verteidigt. Ein Goldschatz ist auch die Verfilmung des "Hobbits": Bereits der erste Teil des Blockbusters knackte die Marke von mehr als einer Milliarde eingespielter US-Dollars.

Fans warten auf Benedict Cumberbatch

Um sich nicht gegen Autogrammjäger und Journalisten verteidigen zu müssen, wurde für Regisseur Peter Jackson und die Darsteller, darunter Orlando Bloom (bei dessen Anblick einige Fans vor Begeisterung in Tränen ausbrachen), Martin Freeman, Richard Armitage, Evangeline Lilly, Andy Serkisund Luke Evans der 160 Meter lange rote Teppich im Sony Center ausgerollt und sorgfältig abgesperrt.

Freeman und Benedict Cumberbatch feierten zuletzt mit der "Sherlock"-Krimireihe Erfolge, für die sie als Sherlock Holmes (Cumberbatch) und Dr. Watson (Freeman) vor der Kamera standen. Dieses Mal haben sie sich am Filmset allerdings gar nicht getroffen. "Wir haben überhaupt nicht zusammengearbeitet", erzählte Freeman. Während Cumberbatch die Stimme für den Computerdrachen beisteuerte, seien die Schauspieler am Set im Umgang mit dem animierten Ungeheuer allein auf ihre Fantasie angewiesen gewesen. Seine Filmfigur mache eine richtige Entwicklung durch, das sei attraktiv zu spielen. "Bilbo ist erwachsener geworden", sagte Freeman über den zweiten "Hobbit"-Teil. "Durch all die Dinge, die er während seiner Reise durchmachen musste. Er ist ein reicher Charakter."

In der "Hobbit"-Fortsetzung versucht Bilbo, zusammen mit dem Zauberer Gandalf und den 13 Zwergen unter der Führung von Thorin Eichenschild, das verlorene Zwergenreich Erebor zu befreien. Doch Riesen-Spinnen, gefährliche Waldelben und der grausige Drache Smaug lauern ihn schon auf.

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