Kunden der Landesbank Berlin/Berliner Sparkasse haben am Montag bei einem Anruf bei ihrem Kreditinstitut durch eine Tonbandansage von Fehlbuchungen erfahren. Die versehentlich eingebuchte Kreditkartenabrechnung vom 25. Oktober werde im Laufe des Tages storniert und aus den Umsätzen im Online-Banking entfernt. „Wir bitten um Entschuldigung für diesen Fehler“, hieß es. Auch Online-Kunden rätselten über Vorankündigungen von Beträgen, die abgebucht werden sollten.
Wie eine Nachfrage bei der Bank ergab, wurde bei „rund zwei Prozent der LBB-Kreditkartenkunden versehentlich eine Abrechnungsdatei des Vormonats verarbeitet“, sagte Sprecherin Constanze Stempel. „Allerdings kam es nicht zu einer Abbuchung. Die Kunden haben lediglich den vorgemerkten Betrag in ihrem jeweiligen Onlinebanking gesehen, der umgehend wieder storniert wurde. Eine Belastung auf den Girokonten hat nicht stattgefunden, ein Schaden für die Kunden ist nicht entstanden. Die damit verbundene Verunsicherung bedauern wir sehr und hatten deshalb auch die Bandansage geschaltet“, sagte die Sprecherin weiter.
Mit der Umstellung auf Sepa, dem neuen europäischen Zahlungssystem, habe der Fehler aber nichts zu tun. Die versehentlich verwendete Datei sei zwar im Sepa-Format gewesen, der Fehler sei jedoch durch menschliches Versagen ausgelöst worden.
Betroffen sind etwa 40.000 Kunden. Das sind zwei Prozent der rund zwei Millionen Kreditkartenkunden der LBB. Auch etliche der insgesamt 1,4 Millionen Nutzer der ADAC-Kreditkarte bei der LBB wurden informiert. „Das ist ein Schreck für die betroffenen Mitglieder, weil es für Verwirrung sorgt“, kritisierte der Münchner ADAC-Sprecher Jochen Oesterle. Wichtig sei aber, dass es keine Abbuchungen gegeben habe und keiner zu Schaden gekommen sei. Auch der ADAC entschuldige sich bei den betroffenen Mitgliedern für das Ärgernis.
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