Weihnachtsgeschäft

Spielekonsolen sind in diesem Jahr der Verkaufsrenner in Berlin

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Foto: Robert Schlesinger / dpa

Aus Sicht des Einzelhandels ist das Weihnachtsgeschäft gut angelaufen. Ausgebremst wurde das Shopping durch den Berliner Senat, er gestattet lediglich zwei verkaufsoffene Sonntage in der Adventszeit.

Aus Sicht des Einzelhandels ist das Weihnachtsgeschäft am ersten Adventswochenende gut angelaufen. „Wir sind mit dem ersten Wochenende sehr zufrieden“, sagt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg (HBB). „Nach einer ersten schönen Einkaufswoche im Weihnachtsgeschäft hatten wir am Sonnabend den ersten Einkaufshöhepunkt. Die Umsätze lagen über dem Vorjahresniveau und die Besucherfrequenzen waren ebenfalls höher als im Vorjahr.“ Das hätten die Geschäftsleute in den Einkaufscentern, die Warenhäusern und die Händler in den Einkaufsstraßen berichtet.

Verkaufsoffene Sonntage dürfen nicht aufeinanderfolgen

„Zum Verkaufsrenner in diesem Jahr werden sich auf jeden Fall die Spielekonsolen entwickeln“, prognostiziert Busch-Petersen. Das hätte sich bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Besonders großer Nachfrage erfreuten sich am Verkaufssonnabend vor dem 1. Advent Weihnachtsdekorationsartikel, Süßigkeiten, kleinere Geschenke für Nikolaus und Winterkleidung. Adventskalender hätten sich am Sonnabend wie „geschnitten Brot“ verkauft, sagt der Hauptgeschäftsführer.

Ausgebremst wurde der Weihnachtskaufrausch am Sonntag durch den Gesetzgeber. Der Berliner Senat gestattet lediglich zwei verkaufsoffene Sonntage während der Adventszeit. Diese dürfen aber nicht aufeinanderfolgen. Aus diesem Grund dürfen in diesem Jahr am 8. und am 22. Dezember die Geschäfte von 13 bis 20 Uhr geöffnet haben. Viele Touristen standen deshalb vor geschlossenen Ladentüren an der Friedrichstraße. Weihnachtlich dekorierte Schaufenster, aber geschlossene Geschäfte.

Touristen stehen vor verschlossenen Türen

„Wir sind glücklicherweise ein paar Tage länger in Berlin“, sagten Alma und Viggo Mansdotter aus Malmö. Gefreut habe man sich aufs Einkaufen, aber überhaupt nicht damit gerechnet, dass die Geschäfte geschlossen sind. „Im vergangenen Jahr haben wir alle Weihnachtsgeschenke in Berlin gekauft“, sagten sie. „Das war jetzt auch unser Plan.“

In den Potsdamer Platz Arcaden das gleiche Bild. Die Menschen zogen an geschlossenen Geschäften vorbei. „Würde es vier verkaufsoffene Adventssonntage geben, könnte ich mit meiner Frau jetzt nicht zusammen den freien Tag genießen, da sie sonst arbeiten müsste“, sagte Rayk Freibier. „Meine Frau arbeitet im Einzelhandel und ich arbeite von Montag bis Freitag.“ Zum Glück sei nur an zwei Sonntagen geöffnet, ergänzte seine Frau.

Auf den sehr vollen Weihnachtsmärkten am Potsdamer Platz und auf dem Gendarmenmarkt schoben sich die Menschen vorbei an Ständen und Buden. „Viele ausländische Touristen sind hier unterwegs und kaufen Geschenke für das Fest und Reisesouvenirs“, sagte Verkäuferin Eva. „Es ist wie jedes Jahr auf dem Gendarmenmarkt: die Besucher sind im Weihnachtskaufrausch.“