In den 70er-Jahren zog sie mit ihrem damaligen Freund Iggy Pop und David Bowie durch Berlin. An der Schöneberger Hauptstraße lebte das Paar zweieinhalb Jahre lang im Hinterhaus. Vorne residierte in sieben Zimmern Bowie. Jetzt kehrte Esther Friedman zurück, um in der Bar des für Mitte herrlich typischen, also kostspielig-angesagten Restaurants „Pauly Saal“ einen kiloschweren Band vorzustellen, in dem sie erstmals ihre Fotografien von damals zeigt.
Der wilde Mann des Rock und die junge Fotografin aus gutem jüdischen Hause: „Erst als ich jetzt die Bilder zusammenstellte, merkte ich, wie vernarrt ich in ihn gewesen bin“, sagte 60-Jährige.
Für Groß-Star Bowie übernahm das Paar abends gern einen Freundschaftsdienst. „Bei Partys gingen wir vor, um die Lage zu prüfen. Wenn wir meinten, er könne da ganz unbelästigt mitfeiern, riefen wir ihn daheim an. Richtig schön altmodisch über Festnetz.“
„The Passenger – Iggy Pop“, Esther Friedman (Fotos), Daniel Haaksman (Texte), Stefan Weil (Hrsg.), Knesebeck Verlag, 176 Seiten, mit 200 farbigen und schwarz-weißen Abbildungen, € 39,95, ISBN 978-3-86873-668-7












