Der Flugrouten-Radar der Berliner Morgenpost (http://flugroutenradar.morgenpost.de) ist erneut mit einem Preis bei den dpa-infografik awards 2013 ausgezeichnet worden. Die Online-Anwendung von Julius Tröger und André Pätzold erhielt den dritten Preis in der Kategorie Interaktive Infografiken. Es ist bereits die dritte Auszeichnung für den Flugrouten-Radar. Die dreidimensionale Visualisierung der tatsächlichen Flugrouten über Berlin überzeugte schon im September beim „Best in Big Data“-Award der „Computerwoche“ und erhielt dort den Publikumspreis. Außerdem zeichnete die Internationale Open-Data-Konferenz FOSS4G den Flugroutenradar mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Best Web Map Application“ aus.

Der Flugrouten-Radar in Zusammenarbeit mit der Softwarefirma „Kreuzwerker“ aus Berlin zeigt die Routen von mehr als einer halben Million Flügen seit Januar 2011. Nutzer können damit Flughöhen und -zeiten, Flugzeugtypen und Lärmberechnungen für alle Flüge über ihrem individuellen Standort in einer dreidimensionalen Ansicht abrufen – täglich aktuell.

Der erste Preis für Online-Grafiken ging bei den dpa-infografik awards an die „Neue Zürcher Zeitung Online“ für Karten, die den Alltag in der Schweiz vergleichen. Mit dem zweiten Preis werden Ole Häntzschel und Christian Groß für die „Zeit Online“-Grafik zur Wählerwanderung bei der Bundestagswahl 2013 geehrt.

Mit dem zum sechsten Mal ausgeschriebenen Preis werden herausragende Infografiken geehrt, die komplexe Themen für Betrachter einfach zugänglich machen. Insgesamt waren 176 Arbeiten für die Preise vorgeschlagen. Damit stieg die Zahl der Einreichungen im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Drittel. Die Berliner Morgenpost erhielt bereits 2012 den damals erstmals ausgelobten Preis in der Kategorie Interaktiv für die interaktive Karte zur Berliner Abgeordnetenhauswahl.

Bei den Interaktiven Grafiken habe es im Vergleich zu 2012 einen deutlichen Qualitätsschub gegeben, erklärte Jurymitglied Prof. Hans-Jürgen Bucher, Medienwissenschaftler an der Universität Trier. Die verstärkte Nutzung von „Big Data“, wie sie auf Datenbanken inzwischen verfügbar sind, mache sich bemerkbar. „Dieser neue Trend verbindet Datenjournalismus und visuellen Journalismus – und macht daraus mehr als die Summe der beiden Teile, zum Nutzen des Publikums.“ BM