Angehörige von Verstorbenen in der Berliner Charité werden für die Aufbewahrung der Toten jetzt zur Kasse gebeten. Bislang war die Lagerung der Verstorbenen kostenfrei.
Die Lagerung von Leichen in den Kühlhäusern der Klinik kostet in den ersten drei Tagen 60 Euro; für jeden weiteren Tag werden 23 Euro fällig. Das sagte der zuständige Regionaldirektor des Bestattungshauses Grieneisen, Gerhard Bajzek, am Mittwoch. Die Firma hat die Kühlhäuser gemietet und organisiert die Lagerung der Toten.
Laut Bajezek hatte die Charité den Auftrag für das „Sterbefall-Management“ deutschlandweit ausgeschrieben. Darin hieß es: „Das Dienstleistungsunternehmen nimmt in diesem Zusammenhang die Erstversorgung der Verstorbenen, die Organisation der Aufbahrungen und Abschiednahmen, die Transporte der Verstorbenen, die Betreuung der Hinterbliebenen und die Überführung an die Bestattungsunternehmen wahr.“
Seit August 2013 ist die Firma zuständig. Pro Jahr sind laut Bajzek etwa 2000 Tote aus der Charité zu versorgen.
In Vivantes-Kliniken wird nach Angaben der Zeitung „BZ“ keine Gebühr erhoben. Das Helios-Klinikum wiederum nehme zwar eine Kühlhaus-Gebühr, arbeite aber nicht mit einem festen Bestatter zusammen.
dpa/sei



