Ein ICE-Zug auf dem Weg nach Berlin ist am Donnerstag auf die falsche Strecke geraten. Wegen einer falsch gestellten Weiche fuhr der Zug am Nachmittag hinter Fulda weiter Richtung Göttingen statt Richtung Erfurt, wie ein Bahnsprecher mitteilte.

Der Zugführer habe den Fehler bemerkt und sei in Abstimmung mit der Leitzentrale nach Fulda zurückgefahren. Von dort setzte der ICE 278 mit rund 40 Minuten Verspätung seine Fahrt fort. Vermutlich habe eine falsche Eingabe im Stellwerk das Missgeschick bewirkt, hieß es.

Doch das war nicht der einzige Zwischenfall. An der südhessischen Kleinstadt ist ein IC gleich an zwei Tagen hintereinander ohne den vorgesehenen Halt vorbeigefahren. „Es war menschliches Versagen. Die Kollegen haben den Fahrplan nicht beachtet“, bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Frankfurt am Donnerstag einen Bericht des „Darmstädter Echo“. „Das ist höchst ärgerlich, kommt aber nur in Einzelfällen vor.“ In Wolfsburg hatte vor zwei Jahren innerhalb weniger Monate dreimal ein ICE nicht gestoppt. Die Bahn sprach von „einem Trauerspiel“.

In Heppenheim hätte der von Stuttgart nach Frankfurt fahrende IC am Mittwoch und am Donnerstag vergangener Woche um 7.20 Uhr halten müssen. Der IC stoppt auf dieser Strecke nicht immer in Heppenheim, sondern nur morgens und abends einmal. Es hätten sich schon Fahrgäste bei der Bahn gemeldet, berichtete der Bahnsprecher. Über eine Entschädigung werde nachgedacht, es sei aber noch nichts entschieden.

Einen ähnlichen Vorfall wie mit dem ICE nach Berlin gab es im Dezember 2012 in Köln, als ein Zug auf die falsche Rheinseite gelenkt wurde.

dpa/sei